Der Marienverein Sonnefeld präsentierte sich zum wiederholten Male hervorragend aufgestellt, als die ambulante Patientenpflege durch den BRK-Kreisverband unter die Lupe genommen wurde. Der rastlose Einsatz der acht Mitarbeiterinnen der Schwesternstation fand ebenso lobende Anerkennung wie die ehrenamtliche Hilfe bei Blutspendeterminen oder in der seit 24 Jahren betreuten Kleiderkammer.
Das unterstrich Kreisverbands-Geschäftsführer Jürgen Beninga, bevor er auf zusätzliche Herausforderungen bei der Flüchtlingsbetreuung einging. "Um die vorbildlichen Leistungen der landkreisweit 30 Marienvereine werden wir bundesweit beneidet", unterstrich er.
"Wir müssen Abschied nehmen von der lieb gewordenen Umgebung Schulturnhalle", gab Vorsitzende Hannelore Förster in der Jahreshauptversammlung in der voll besetzten Sportstätte zu bedenken. "Im nächsten Jahr wird die neue Domänenhalle unser Treffpunkt sein." Dann stünden auch Neuwahlen und personelle Veränderungen an - "gerne mit engagierten Personen, die sich einbringen wollen".
Die soziale Betreuung hilfsbedürftiger Mitglieder durch die BRK-Schwesternstation werde ergänzt durch die kostenlose Bereitstellung von Hilfsmitteln, den Betrieb der gut angenommenen Kleiderkammer im Rathaus, den Einsatz bei Blutspendeterminen und sachdienliche Informationsveranstaltungen.


Creuzburg und Operette

Hannelore Förster kündigte an, dass für den 4. Juni eine Fahrt in den Wartburgkreis zur Creuzburg nordwestlich von Eisenach in Planung sei. Der Besuch der Sommeroperette auf der Waldbühne Heldritt stehe ebenfalls im Jahresprogramm.
Bürgermeister Michael Keilich (CSU) wiederholte seine Zusage, der Kleiderkammer im Rathaus weitere Räume zur Verfügung zu stellen. Einen Termin konnte er jedoch noch nicht nennen. Anerkennend lobte er das oft jahrelange ehrenamtliche Engagement der Aktiven.
Die Leistungen der Schwesternstation rückte Pflegestellenleiterin Katrin Engel ins rechte Licht, als sie den Ablauf von jährlich rund 30 000 Hausbesuchen bei bis zu 120 Patienten durch acht Pflegerinnen in Früh- und Spätdiensten schilderte. Bewährt habe sich die fachliche Begleitung bei Patienteneinstufungen durch den Medizinischen Dienst. Eine Aufgabe, der im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes 2016 erhöhte Bedeutung zukommen werde.
Kein Verständnis fand Engel für die immer wieder "entgegen jeder sozialer Verantwortung" dokumentierte Ablehnung ärztlicher Verordnungen durch Krankenkassen. Hier komme anwaltliche Hilfe bei Widerspruchsverfahren ins Spiel.
Vor dem Übergang zum adventlichen Programm standen Auszeichnungen der treuen Mitglieder im Mittelpunkt.
Den erfolgreichen Versuch, Gründung und Bedeutung der Marienvereine im Zwiegespräch zu erläutern, unternahmen Hannelore Förster und Elfriede Lerke. Für den unter Leitung von Sigurd Knopp dargebotenen bunten Querschnitt durch ihr Repertoire heimsten die Sonnefelder Querbläser Beifall ein.
Bürgermeister Michael Keilich setze mit einem Bildbericht zum Sonnefelder Jahreslauf einen markanten Schlusspunkt. oe