von unserem Mitarbeiter Rolf Müller

Coburg/Sonneberg — Beim Vorbereitungsturnier der VSG Coburg/Grub gab es zeitenweise sehr niveauvollen Volleyball zu sehen. Bedenkt man, dass fünf deutsche Bundesligisten in Coburg und die Spitzenmannschaft URW Waldviertel aus Niederösterreich immerhin Vierter der österreichischen Meisterschaft - antraten, war dies allerdings auch in dieser Form zu erwarten.
Es gab mehrere kampfbetonte Spiele, die in den Tie-Break gingen. Am Ende gewann das Finale nicht wie von den Fans in der Sonneberger SBBS-Halle erhofft, die VSG, sondern Dauerrivalen TV Rottenburg. Die Gäste bezwangen den Gastgeber nach 0:1-Rückstand noch 3:1.
In der Gruppephase bezwangen die Gastgeber Aufsteiger KW Bestensee klar mit 3:0, wobei zu bemerken ist, dass bei den Rand-Berlinern, die mit dem Ex-Coburger Paul Lohrisch antraten, zwei Stammspieler wegen Verletzung fehlten. Der österreichische Bundesligist URW aus dem Waldviertel hatte die Netzhoppers aus Bestensee im Griff und dominierte mit 3:0.
Im Abschlussmatch des ersten Turniertages in der HUK-Arena trafen die "Schmiede" aus Coburg auf den österreichischen Vertreter Union Raiffeisen Waldviertel. Dank einer Aufschlagserie von Max Meuter führte die VSG nach 0:6-Rückstand mit 7:6,, wobei besonders Neuzugang Vuk Karanovic sehr zuverlässig punktete. Deutlich mit 25:17 sicherte sich die VSG den 1. Satz. Im 2. Satz siegten die Niederösterreicher mit 25:20. Auch im dritten Satz triumphierten die Gäste (20:25), ehe der Kampfwille der neuformierten VSG-Mannschaft endlich zum Tragen kam. Mit einem 25:18-Satzgewinn erzwang die VSG den Tie-Break, in dem vor allem Neuzugang Noah Baxpöhler einige gute Szenen hatte. Coburg führte 14:11 und mit der Routine von Top-Scorer Itamar Stein gelang der Sieg.
Das Spiel um Platz 5 zwischen den beiden Erstliga-Aufsteigern Herrsching und KW Bestensee gewann Herrsching im Tie-Break knapp mit 15:12. Das Spiel um den 3. Platz war eine klare Angelegenheit des niederösterreichischen Teams Raiffeisen Waldviertel mit ihren Top-Spielern aus Kroatien, Polen, den USA und der Slovakei.
Die "Piraten" des Ex-Co-Trainer des VfB Friedrichshafen, Ulf Quell, hielten nur zeitweise mit und unterlagen klar. Die Österreicher um ihren kroatischen Coach Nurko Causevic zeigten eine tolle Leistung.

VSG Coburg/Grub gegen
TV Rottenburg 1:3
(25:22, 21:25, 23:25, 21:25)

Das Finale zwischen der VSG Coburg-Grub und dem TV Rottenburg sah dann eine ansprechende Zuschauerkulisse von etwa 500 Fans in der Halle des Berufsschulzentrums. Der Sonneberger Volleyballverein 04 hatte ein ansprechendes Rahmenprogramm organisiert und den Platzierungsspielen des Frankenbräu-Sixpacks einen würdigen Rahmen gegeben.
Im ersten Satz des Finales blieb es bis zur Mitte ausgeglichen, Vuk Karanaovic hatte auf VSG-Seite gute Szenen, brachte die Hammerschmiede mit einem As mit 12:11 in Führung. Diese wurde dann auf 19:13 ausgebaut, doch dann kam Rottenburg nochmals heran bis auf 22:21. Unter dem Beifall der Sonneberger Fans gelang schließlich Nürnberger, der den Block überlistete, das 24:21 und mit 25:22 ging der Satz an die VSG Coburg-Grub.
Auch im 2. Satz schonte Milan Maric Itamar Stein, setzte auf Karlicek, Speta, Kellermann, Nürnberger, Baxpöhler und Kucera. In kritischen Situationen hatten die Rottenburger das Glück auf ihrer Seite, gewannen 25:21 und 25:23 und auch im entscheidenden 4. Satz war das Glück nicht mit der VSG.
Nach dem 25:21 feierten die Rottenburger ausgelassen ihren Sieg, die gut mitgehenden Fans in Sonneberg, die alle auf einen VSG-Sieg gehofft hatten, gingen doch etwas enttäuscht nach Hause. Sie erhielten nicht wie die Coburger Fans am Vortag in der HUK-Arena eine Belohnung in Form einer Bestleistung des VSG-Teams.