"Nichts stärkt unsere Hoffnung nachhaltiger als die menschliche Nähe, die wir geben und empfangen können. Nichts brauchen wir dringender als Wertschätzung, Mitgefühl und Achtung. Menschen brauchen Menschen, um zu ahnen, was Weihnachten bedeutet", betonte Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD). Dieser Leitspruch zog sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge der städtischen Adventsfeier im Rudolf-Winkler-Haus für über 180 Senioren. Jeder Zeiler jenseits des 80. Lebensjahres war hierzu eingeladen worden. Die Stadthalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Das Stadtoberhaupt empfand es nach eigenem Bekunden schon "als etwas Besonderes, wenn man so viele Senioren begrüßen darf." Über viele Jahrzehnte hätten sie das Leben in der Stadt mitgeprägt, sagte Stadelmann zu den Anwesenden. Sie wirkten mit in Vereinen und am öffentlichen Leben.
Stadelmann würdigte die Lebensleistung der Senioren, aber auch diejenigen, die sich um eine solche Feier gekümmert hatten, etwa die Helfer bei der evangelischen Kirchengemeinde (Bewirtung) und Stadtbedienstete Michaela Eirich, die die Gesamtorganisation innehatte.
Dazu spielte Detlef Glaser auf dem Keyboard Weihnachtslieder, die die Senioren gerne mitsangen. Mitgesungen hatten sie auch, als die Kinderflötengruppe unter der Leitung von Ingrid Jäger weihnachtliche Weisen spielte.
Der evangelische Pfarrer Hans-Christian Neiber erhielt viel Zustimmung für die humoristische Geschichte "Der Adfend ist de schönste Zeit im Winta". Die stammte von dem Kabarettisten Gerhard Polt, der es herrlich verstand, über eine Krippenaufstellung zu erzählen, bei der defekte Krippenfiguren durch Comicfiguren ersetzt werden. Und alles noch in oberbayerischer Mundart.
In Vertretung von Pfarrer Michael Erhart trug der indische Pater Velangini Thomma die Weihnachtsgedanken von Paul Weismantel vor: "Manchmal wird Gott ganz leise Mensch": im Altenheim, im Krankenzimmer oder irgendwo anders; immer dann, wenn Menschen an Gott glauben.
Eine wahre weihnachtliche Begebenheit aus seiner Kindheit in Zeil las Fritz Wölfel aus seinem Buch "Erinnerungen an meine Kindheit". Diesmal ging es um das Plätzchenbacken.
Auch die Stadtteile fanden Berücksichtigung, etwa bei Renate Mäder aus Krum in der Geschichte "Christkind": Davon kündete jedes Jahr eine weiße Feder auf dem Fensterbrett. Richard Schlegelmilch als Nikolaus verteilte mit Stadelmann und den Geistlichen Geschenke. wo