Bamberg — Viel Beifall erhielt Vorsitzender Peter Röckelein für seinen Bericht bei der Jahresversammlung des MTV Bamberg. Die Mitgliederzahl ist um rund 250 Mitglieder auf 3700 gestiegen. Damit ist der MTV laut BLSV-Statistik der zweitgrößte Verein in Oberfranken, der mit knapp 100 Übungsleitern in 14 Sportarten zu der Sparte Breitensportverein zählt.
"Wir sind trotz eigener Sportstätten an unsere Grenzen gestoßen. Allein in der Kindersportschule und auch beim allgemeinen Kinder-Turnen liegen doppelt so viele Anfragen, wie es Plätze gibt", sagte Röckelein. Nur durch die Anmietung weiterer Hallen (Lebenshilfe und Gehörlosensportverein) könne der Verein diese Angebote aufrechterhalten. Wolle er sich weiterentwickeln, brauche er dringend neue Sportstätten.
Mehr Mitglieder heißt aber auch mehr Verwaltungsarbeit. Ohne hauptamtliche Kräfte sei die Vereinsführung nicht mehr in der Lage, die vielfältigen Aufgaben zu meistern. Fünf Mitarbeiter, mit Geschäftsführerin Sabine Geus an der Spitze, sind mittlerweile notwendig, um das umfangreiche Vereinsangebot zu managen. Um weitere Büroräume zu schaffen, wurde deshalb die alte Pächterwohnung umgebaut.
Rund 20 verschiedene Kurse in drei Kursstaffeln werden pro Jahr von mehr als 1000 Teilnehmern besucht. Viele neue Mitglieder konnten so gewonnen werden. "Mit Sicherheit haben wir das größte Vereinsstudio in Nordbayern. Trotz Erweiterung im Jahr 2009 sind wir mit über 1500 Mitgliedern wieder einmal an unsere Kapazitätsgrenze angelangt. Mittlerweile hat es sich auch auf Verbandsebene herumgesprochen, dass Einnahmen aus diesem Bereich zwingend notwendig sind. Nur so kann Vereinsarbeit auf Dauer für alle Altersklassen gesichert werden."

Tennisplätze generalsaniert

Trotz schlechter Witterung konnten die fünf generalsanierten Tennisplätze ausreichend getestet werden. Das positive Echo rechtfertigt die hohen Kosten von rund 200 000 Euro. 40 Jahre nach Gründung der Tennisabteilung sieht die Vorstandschaft darin eine Maßnahme, um die Zukunft des Tennissports zu sichern.
Damit in den Spielgemeinschaften eine nahezu einheitliche Tarifstruktur vorliegt, beschloss die Mitgliederversammlung ohne Gegenstimme, den Vereinsbeitrag für Kinder und Jugendliche um einen Euro pro Monat zu erhöhen.
Kassier Hans Klug blickte in seinem 42. Kassenbericht wieder auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Seit dem 1. Januar 2015 ist der MTV schuldenfrei. Trotz gestiegener Personalkosten konnten wieder erhebliche Rückstellungen für künftige Baumaßnahmen erwirtschaftet werden. "Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt", so der Tenor seines Berichts, der von den Mitgliedern mit großem Beifall aufgenommen wurde. Trotz intensiver Prüfung der Sporthallen auf dem Konversionsgelände sieht der Vorstand keine Zukunft für eine gemeinsame Nutzung. Die hohen Betriebskosten sind kaum zu erwirtschaften. "Die dortigen Anlagen sind einfach drei Nummern zu groß", so Peter Röckelein. Deshalb plane man eine weitere Sporthalle auf dem eigenen Gelände.
Bei seiner letzten Sitzung hat der Vorstand einen entsprechenden Planungsauftrag erteilt. Nur so lassen sich die Angebote im Gesundheitssport und auch im Jugendbereich weiter ausbauen. red