Lußberg — Der SC Lußberg-Rudendorf bleibt in der Fußball-Kreisklasse Schweinfurt 3. Der "Schleuderplatz"-Inhaber nutzte gleich seine erste Chance und bezwang am Sonntag den Zweiten der A-Klasse 2, Fortuna Schweinfurt, mit 3:1.
Der Sieg für Lußberg-Rudendorf war hochverdient. Dieser Aussage stimmten nach dem Schlusspfiff sowohl Lußbergs Spielertrainer Vito Colonna als auch sein Kollege von Fortuna Schweinfurt, Vitalis Kleimann, zu. Über weite Strecken sahen die 475 Zuschauer eine einseitige Partie, denn während die Lußberger das Kommando übernahmen, fand Fortuna zeitweise gar nicht statt. Doch aus ihrer drückenden Überlegenheit machten SCL-Kapitän Lukas Dietz und Co. zu wenig. Einzig der überragende und nicht oder nur unfair zu bremsende Spielertrainer Vito Colonna setzte sich einmal entscheidend gegen seinen Gegenspieler Daniel Kisler im Strafraum durch und traf zum 1:0 (12.). Doch die alte Fußballweisheit, "wer vorne seine Chancen vergibt, wird hinten eiskalt bestraft" traf wieder zu. Nach einem flach geschossenen Eckball von Kleimann trudelte der Ball vorbei an Freund und Feind plötzlich ins Netz zum 1:1-Ausgleich (33.). Der A-Klassist, der zuvor keine nennenswerte Möglichkeit gehabt hatte, war wieder im Spiel. "Eigentlich hätten wir bis dahin mindestens 3:0 führen müssen", ärgerte sich Colonna über den Spielverlauf. Und mit dem unnötigen Gegentor bekamen die Fortunen noch einmal Rückenwind.
Doch die "kalte Dusche" mussten sie bereits in der 47. Spielminute hinnehmen, als Christoph Pflaum bei einem tollen Alleingang gleich mehrere Gegenspieler vernaschte und die 2:1-Führung markierte. Es war allerdings noch ein hartes Stück Arbeit, den Vorsprung zu halten. Freilich hatte Lußberg-Rudendorf immer noch mehr Spielanteile und mehrere gute Möglichkeiten. Bis zur endgültigen Entscheidung dauerte es allerdings: Einen schönen Pass von Johannes Schug nahm Vito Colonna auf und machte mit dem 3:1 den Sack zu (88.).

"Die bessere Mannschaft"

"Ich habe daran nicht gezweifelt, dass wir die Partie gewinnen", war sich Colonna bereits in der Halbzeit sicher über den positiven Ausgang. "Wir waren in der ersten sowie auch in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft." Ausschlaggebend für den Erfolg sei auch der Kampfgeist gewesen. "Der Gegner hat mit hohen Bällen gespielt, wir wollten den Ball flach halten und das Spiel aufziehen. Das hat eigentlich gut funktioniert", freute sich 31-Jährige, der bereits seit acht Jahren in Lußberg ist und seit 2010 als Spielertrainer arbeitet.
Als fairer Verlierer zeigte sich sein Schweinfurter Kollege Vitalis Kleimann. "Das war für unsere Mannschaft das erste Relegationsspiel überhaupt, und wir hatten einfach ein bisschen Angst", räumte er ein. Außerdem habe Lußberg einige Spieler, "die zu stark für unsere Abwehr" waren. Doch Fortuna Schweinfurt hat noch eine Aufstiegschance am Samstag, 7. Juni (18.30 Uhr) in Ettleben gegen Jahn Schweinfurt 2.
SC Lußberg-Rudendorf: Hümmer - Fischer, Grübert, Dietz, Schug, Kempf, Pflaum, Heppel (27. Kaffer), Colonna, Frank, Bischoff / SR: Burlein (Gerolzhofen) / Zuschauer: 475 / Tore: 0:1 Colonna (12.), 1:1 Kleimann (33.), 1:2 Pflaum (47.), 1:3 Colonna (88.)