von unserem Mitarbeiter Peter Simon

Herzogenaurach — Heute reisen die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach ins südlichste Bayern. Dort werden sie auf die Mannen des SB Rosenheim treffen, welche bislang eine magere Saison abliefern. Mit einer Bilanz von 2:7 Siegen belegen die Oberbayern derzeit den 14. und damit letzten Tabellenplatz, während sich die Longhorns mit 2:6 Siegen auf den zwölften Rang verbessert haben - und sich durch den jüngsten Sieg im Aufwind befinden.
Nach etlichen knappen Niederlagen scheinen die jungen Herzogenauracher nun einen Weg gefunden zu haben, wie sie enge Spiele nach Hause bringen können. In der jüngsten Historie konnte die Aurachstädter meist gegen Rosenheim gewinnen und so gehen sie auch als leichter Favorit ins Spiel.
Insbesondere deshalb, weil der mit Abstand beste Rosenheimer, Jugwon Hogges, seit einigen Spielen verletzt ist. Damit fehlen ihnen nicht nur 19,5 Punkte pro Partie, es fehlt auch der Kopf der Mannschaft. Denn ohne ihn mangelt es den Gastgebern an einem wirklich gelernten Aufbauspieler, die SBler wirkten in den letzten Spielen bisweilen kopflos. Kein Wunder, wer sich noch an die beiden 30- Punkte-Galen von Hogges in der Vorsaison erinnert, weiß genau, welchen Verlust er darstellt. Für ihn springt Timo Fliege, der 13,8 Punkte pro Spiel erzielt, in die Bresche. Normalerweise ist er die rechte Hand von Hogges, doch im Moment stellt er den Mittelpunkt im Angriffsspiel dar. Mit seinem Wurftalent und seinem nicht zu unterschätzenden Antritt ist er stets gefährlich. Unterstützung findet er in der Kampfmaschine Marco Lachmann, der sich Woche für Woche die Seele aus dem Leib rennt und der "aggressive leader" der Seinigen ist. Zwar erzielt er "nur" 10,1 Punkte im Schnitt, aber sein eigentlicher Wert liegt im Rebound und in der Motivation seiner Mitspieler. Die restlichen Rosenheimer haben mittlerweile auch schon die ein oder andere Regionalligasaison in den Knochen und machen dementsprechend wenig unnötige Fehler, jedoch haben sie auch kaum Ausbrüche nach oben.


An den Rebounds gefeilt

Darauf werden auch diesmal die Longhorns hoffen, denn diese wollen den zweiten Sieg in Folge einfahren und sich so Anschluss an das Mittelfeld verschaffen. Dafür wurde weiter am Reboundverhalten gearbeitet, welches zuletzt stark verbessert war, aber immer noch einiges an Platz nach oben hat. Zudem wird Markus Person nach seiner langen Verletzungspause langsam wieder vermehrt ins Spielgeschehen eingreifen können, was dem Angriffsspiel zusätzliche Stabilität geben sollte.
Für die Longhorns war der Sieg in der Vorwoche eine klare Erleichterung, so können sie diesmal frei aufspielen - und wollen unbedingt einen Sieg mit nach Hause bringen. "Wir arbeiten Woche für Woche extrem hart im Training, langsam lassen sich erste Erfolge erkennen. Wir dürfen nicht den Fehler machen und auch nur ein Prozent in unserer Anstrengung und Leistung nachgeben. Noch immer stecken wir hinten in der Tabelle fest. Das Zusammenspiel klappt immer besser, Nelson Weidemann und Braslav Turic haben sich mittlerweile an das Niveau gewöhnt und liefern konstant ihre Leistung ab. Dementsprechend gehen wir äußerst zuversichtlich in das Spiel und wollen weitere zwei Punkte einfahren", sagte Longhorns-Coach Mario Dugandzic.