Die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach haben im 24. Saisonspiel die 20. Niederlage kassiert. Da auch Schlusslicht Bayreuth verlor, behalten die Longhorns zumindest ihren 13. Platz, der möglicherweise zum Klassenerhalt reicht.

TuS Bad Aibling -
TS Herzogenaurach 99:88
Der Aufsteiger verbesserte sich dank des Schnapszahl-Siegs auf Rang 2 und hat gute Aussichten auf die Vizemeisterschaft. Nach 40 hart umkämpften Minuten fiel die Elf-Punkte-Schlappe etwas zu hoch aus. Zwar traten die Herzogenauracher mit einer gestutzten Mannschaft an, da kurzfristig entschieden wurde, Moritz Sanders und Nils Haßfurther für das am Sonntag ausgetragene NBBL-Viertelfinale zu schonen, aber dafür zeigten die restlichen Longhorns umso mehr Herz. Couragiert gingen sie in die Partie, der starke Mike Kaiser erzielte einige wichtige Punkte. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass die Gastgeber dank des dominierenden Malo Valerien zur Viertelpause auf 21:16 davonzogen.
Im zweiten Viertel stellten sich beide Seiten besser auf die Defensive des Kontrahenten ein und punkteten fast nach Belieben, die Bad Aiblinger etwas erfolgreicher. Vor allem Center Milja Grujic war für die deutlich schmächtigeren Verteidiger der TSH nicht zu stoppen. Er erzielte allein in diesem Abschnitt zehn seiner 19 Punkte. Zudem ärgerte er die Aurachstädter mit hervorragendem Reboundverhalten, das den Oberbayern immer wieder zweite und dritte Wurfmöglichkeiten bot. In der Defensive hatte der neue Tabellenzweite jedoch zu kämpfen, denn Matthew Meredith und Vedran Nakic sorgten auf der anderen Seite für mächtig Betrieb, nach der ersten Hälfte stand es 54:42.


Benedikt Aumeier stellt um

In der Pause stellte TSH-Coach Benedikt Aumeier auf eine 3:2-Zonenverteidigung um und erschwerte den Aiblinger Spielaufbau. Das Spieltempo wurde zum Vorteil der Mittelfranken verlangsamt. Diese kamen nun besser in den Angriff und fanden in Kaiser ihren Punktegaranten. Aushilfe Tobi Wagner aus der zweiten Mannschaft erwischte einen Sahnetag und legte zehn Punkte auf. Mit zwei Dreiern brachte er die Longhorns auf sechs Zähler heran. Doch die Badstädter schlugen zurück und lagen vor dem Schlussabschnitt mit 74:64 in Front.
Im letzten Viertel zeigte der Aufsteiger, dass er im Laufe der Saison Erfahrung gesammelt hat. Wann immer die TSH Aufwind bekam, sorgte der TuS dafür, dass das Momentum nicht entscheidend kippte und schaukelte die Partie verdient nach Hause. "Innerhalb unserer Grenzen haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wir haben nach wie vor große Probleme unter dem Korb, wo wir mit körperlich starken Spielern wie Miljan Grujic nicht mithalten können. Dafür haben wir mit viel Kampfgeist dagegengehalten und den Tabellenzweiten über weite Strecken geärgert", analysierte Aumeier. pes
TSH: Ghotra (14), Nakic (11), Kaiser (24), Meredith (17), Gahlert (10), Übbing (2), Wagner 10)