Am vergangenen Samstag fuhren die Regionalliga-Basketballer der Turneschaft Herzogenaurach ihren ersten Heimerfolg der Saison ein. Dabei besiegten sie die SB DJK Rosenheim nach einer überzeugenden Vorstellung mit 79:66 und erkämpften sich dadurch wieder einen Platz im unteren Mittelfeld der Tabelle und machen Hoffnung auf mehr. Der starke Auftritt der jungen TSHler sorgte im Anschluss an die Partie für Standing Ovations des Publikums.

TS Herzogenaurach -
SB DJK Rosenheim 79:66

Schon im ersten Viertel ward er TSH die Entschlossenheit anzumerken, die Punkte unbedingt bei sich behalten zu wollen. Der starke Mike Kaiser netzte gleich einen Dreier ein und Matthew Meredith vollendete zwei sehenswerte Fast Breaks. So setzten sich die Longhorns nach fünf Spielminuten auf 11:5 ab. Nun kamen die Gäste aber ins Spiel, und insbesondere Adrian Gheorghiu mischte mit seiner wuchtigen Spielweise die Centerriege der Longhorns deren Vorsprung auf 15:12 schmolz.
Im zweiten Viertel machte sich dann aber die deutlich längere Rotation der Aurachstädter gegen etwas müde wirkende Gäste bezahlt. Der DJK fehlten ein paar Prozentpunkte, um die jetzt anstürmenden Longhorns zu stoppen. Marcel Koulibaly lief heiß, streute drei Dreier ein und übernahm damit fast die gesamte Punkteproduktion. Hinten räumten Tim Handt und Tobias Übbing mächtig ab. 35:23 stand es nach sieben Spielminuten und alles schien rund zu laufen. Doch dann vollendete Ishmael Fountaine gleich zwei Korbleger mit Foul und daraus folgenden Freiwurf (sechs Punkte in 30 Sekunden). Glücklicherweise kam die TSH zwei Sekunden vor der Halbzeitsirene in eigener Hälfte noch mal zum Einwurf. Ein langer Pass landete bei Zwei-Meter-Hühne Tim Handt, der nicht gerade bekannt ist für Würfe aus rund acht Metern: Mit einer 180-Grad-Drehung schleuderte der Jungspund den Ball einfach in Richtung Korb, wo er ohne Ringberührung durch die Reuse segelte - der 40:29-Halbzeitstand war besiegelt.


Tiefe des Kaders zahlt sich aus

Die gute Stimmung, die durch den Buzzer Beater herrschte, konnten die Aurachstädter nicht in die zweite Hälfte retten, Rosenheim übernahm das Kommando. Das lag insbesondere daran, dass der beste Rosenheimer, Jguwon Hogges, jetzt aufwachte - ja, regelrecht aufdrehte. Hinten erarbeitete er sich etliche Ballgewinne, indem der wieselflinke Aufbauspieler immer wieder in die Passwege der TSH spurtete. Diese Ballgewinne wandelte er in Fast Breaks um, in denen er dann seine Mitspieler gekonnt einsetzte. Selbst kam er gleich dreimal von der Dreipunktelinie zum Erfolg. So gewannen die Gäste das Viertel mit 21:15 und waren wieder voll im Rennen.
Doch in den verbleibenden zehn Minuten machte sich nun endgültig die Tiefe des Herzogenaurachers Kaders bemerkbar. Während die TSHler noch mal zulegen konnten, wurden die Würfe der Rosenheimer konstant kürzer und ungenauer, die Beine waren schlicht zu müde. Die Longhorns spielten weiterhin schönen Teambasketball, bei dem sich jetzt vor allem der überragende Nils Haßfurther und Mike Kaiser hervortaten. Zusammen setzten sie immer effektive Nadelstiche, und hinten blockte Tanor Ngom in schier unmöglichen Höhen die Angriffe der Rosenheimer ab. So feierten die Herzogenauracher schließlich einen verdienten Erfol, der auch durchaus hätte höher ausfallen können.
"Wir haben heute eine sehr konzentrierte Partie hingelegt und über 40 Minuten Druck gemacht. Wir haben auf Zermürbung gesetzt. Diese Taktik ist aufgegangen und hat Jguwon Hogges meist aus dem Spiel genommen",sagte Longhornstrainer Benedikt Aumeier, der sah, dasssein Tem in der Offensive immer besser harmoniert, wobei man noch lange nicht den Status "Zufreiden" erreicht habe. "Jetzt heißt es weiterzuarbeiten und uns auf das Heimspiel gegen Jena vorzubereiten."