Sebastian Schmitt-Mathea

Mit der kommunalen Jugendarbeit hat sich der Wildfleckener Marktgemeinderat intensiv befasst. Gemeindejugendpfleger Boris Höttinger berichtete über die jüngsten Aktivitäten und gab einen Ausblick auf die Planungen für 2017.
"Wir haben mittlerweile in allen drei Ortsteilen Räume für die Jugend", sagte Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW). Höttinger berichtete über den neuen Jugendraum in Oberwildflecken. "Eine erfreuliche Entwicklung."


Fester Anlaufpunkt

Gerade in den Wintermonaten hätten die Oberwildfleckener Jugendlichen ansonsten keinen festen Anlaufpunkt gehabt. "Im Sommer war die Bushaltestelle als Treffpunkt noch geeignet, im Winter eher nicht." An einem sehr kritischen Punkt stehe al lerdings der Jugendraum "Kern" in Oberbach. Weil die Hausordnung nicht konsequent eingehalten worden sei, wurde der Jugendraum erneut geschlossen. "Wir suchen hier eine tragfähige Lösung", betonte Höttinger. "Regeln müssen eingehalten werden. Das müssen Jugendliche lernen." Aber er warne davor, einen Jugendraum mit einer zu starken Reglementierung unattraktiv zu machen.


Heimat und positives Gefühl

"Wenn sich die Treffpunkte rein ins Private verlagern, dann wird es noch schwerer, einen Einblick zu bekommen. Das kann auch niemand wollen." Es gehe auch darum, den Jugendlichen eine Heimat, ein positives Gefühl zu geben. Gemeinderat Christoph Schmitt (PWW) forderte ein rasches Umdenken beim Oberbacher Jugendraum. "Der Raum hat eine wilde Vergangenheit. So wie früher kann es in Zukunft nicht mehr laufen. Man muss noch stärker ein Auge auf diesen Jugendraum werfen." Höttinger machte deutlich, dass bei den Jugendlichen nicht das Gefühl entstehen dürfe, dass sie nicht mehr im "Kern" erwünscht sind. Hans-Joachim Gehrlein (PWW) warnte vor zu viel Misstrauen gegenüber den Jugendlichen. "Befehl und Gehorsam kann hier nicht funktionieren." Heiß diskutiert wurde das Thema Jugendschutz. Hier gebe es keine Kompromisse. Der Jugendschutz müsse zwingend eingehalten werden.
Die Firma Paul & Co in Oberwildflecken beantragt den Neubau einer Werkstatt mit Waschhalle und innerbetrieblicher Tankstelle in der Königsberger Straße. Die Räte erteilten ihr Einvernehmen. Am Auersberg ist der Bau einer neuen Doppelgarage auf Privatgrund geplant. Es gab hierzu keine Einwände.


Infoveranstaltung zum Mobilfunk

Zum Mobilfunk in Oberbach wird es am 15. Februar, 19.30 Uhr, im Haus des Gastes eine In foveranstaltung geben. "Auch die Fragen und Sorgen der Bürger sollen hierbei gehört werden", so Kleinhenz.