Anette Schreiber

Erneut hakte Zuhörerin Helene Brühl auch in dieser Gemeinderatssitzung nach, wann denn endlich die Aufkleber der Ljnksjugend aus dem Ortsbild verschwinden. Wenn dann auch die andere Seite klebe, "dann schaut Burgwindheim toll aus". Dazu entgegnete Bürgermeister Heinrich Thaler, seines Wissens nach seien die Aufkleber so gut wie entfernt, manche freilich ließen sich nicht so einfach abmachen.
Im Übrigen, so habe er sich erkundigt, handele es sich nicht um eine Straftat, sofern nicht die Substanz des Untergrundes beeinträchtigt werde. Das bestätigte auf seine Nachfrage auch Gemeinderat Franz Werner, der im Hauptberuf bei der Polizei arbeitet. Thaler empfahl zu beobachten, wer die Aufkleber anbringt und sie zu melden.
Ein ungleich erfreulicheres Thema war dagegen die Verabschiedung des langjährigen Gemeindearbeiters Valentin Dorn. 38 Jahre stand er in Diensten der Gemeinde, so Thaler, und habe vieles wachsen sehen, das auch sein Aufgabengebiet vergrößerte. Geringer wurde nur eines: die Zahl der Schüler in der Schule. Aus den umfangreichen Tätigkeiten Dorns rage insbesondere eine heraus: die 2001 in Betrieb genommene Kläranlage, die Dorn immer als "seine Kläranlage" bezeichnete. Die habe er so in Schuss gehalten, dass die Abwasserwerte stets passten, weshalb die Gemeinde Burgwindheim nie Abgaben hatte bezahlen müssen.
Unzählige Veranstaltungen habe Dorn für den Bauhof mit betreut, sich aus Diskussionen mit den Bürgern herausgehalten und dabei auch den Spruch geprägt, "ich habe 1500 Chefs". Für den Ruhestand wünschte Thaler ihm alles Gute, der Gemeinderat bedankte sich mit Applaus.


Vorgehen kritisiert

Zwar hatte man gegen die Nutzungsänderung einer Immobilie, die seit kurzem Unterkunft für die ersten am Ort eingetroffenen Asylbewerber ist, nichts einzuwenden. Man hätte sich aber gewünscht, dass der Antrag vor der neuen Nutzung gekommen wäre, so wie es sonst auch von den Bürgern verlangt werde, stellte das Gremium fest.
Eigentlich hätte die Bücherei ganz normal ihren jährlichen Zuschuss von den üblichen 1000 Euro bekommen sollen. Doch vor dem Beschluss, der dann doch so getroffen wurde, wurde diesmal über Grundsätzliches diskutiert. Gespräche sollen die angesprochenen Punkte klären helfen.
Wie Bürgermeister Thaler dem Gremium weiter berichtete, wurden im Zusammenhang mit der Dorferneuerung im Gemeindeteil Oberweiler bei einer weiteren Ortsversammlung Planentwürfe vorgestellt.


/> Höchste Förderung

Auch die Dorferneuerung im Gemeindeteil Schrappach sei nun "festgeklopft". Sie werde, so Thaler weiter, wohl demnächst angeordnet. Man bekomme hier den derzeit höchstmöglichen Fördersatz. Dennoch gibt es hier einen Wermutstropfen: der Oberflächenwasserkanal muss wohl in großen Teilen ausgetauscht werden.