von unserer Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

Limbach — Von der Kinderbewahranstalt zum modernen Kinderhaus - diesen Weg gestaltete in Limbach der Kindergartenverein Sancta Maria, der am Sonntag beim Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche seinen 50. Geburtstag feierte. Im Jubiläumsjahr bezieht der Kindergarten sein neues Gebäude - gleich nach dem Fest begann das Packen für den Umzug.
Fähnchen schwenkend zogen die Kleinen ein. Rund 70 Kinder besuchen das Kinderhaus von Krippe bis Hort.
Das Wohl der Kinder sei immer im Mittelpunkt gestanden, betonte die heutige Vorsitzende Birgit Scholl. Sie dankte allen, die den Verein seit seiner Gründung am 1. Dezember 1963 begleiteten. Als im Sommer darauf der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte, hatten sich schon über 80 Mitglieder eingetragen - viele hielten dem Kindergarten über Jahrzehnte die Treue. Schon im März 1964 fiel der Beschluss, einen neuen Kindergarten zu bauen, wie Scholl weiter berichtete. Die vorherige "Kinderbewahranstalt" hatten die Schön stattschwestern im Garten ihres Wohnhauses errichtet aus zwei Wohnbaracken des früheren Flüchtlingslagers in Ebelsbach.

Neubau für 112 000 Mark

Die waren endgültig abgewohnt, und so plante Ehrenmitglied Architekt Arthur Schuhmann einen Neubau für Gesamtkosten von 112 000 Mark.
40 Prozent der Kosten erbrachte der Verein als Eigenleistung, den Rest trugen das Bischöfliche Ordinariat, der Caritas-Verband Würzburg und die politische Gemeinde Limbach. Die Limbacher arbeiteten viel in ihrer Freizeit für die 40 Prozent Eigenleistung. Und auch für die laufenden Kosten ab 1965 galt es, Geld zu erwirtschaften. Die gemeinsame Anstrengung habe eine verschworene Gemeinschaft geformt, meinte Scholl.
Deshalb sei es angemessen, dieser Gemeinschaft zum Jubiläum Dank zu zollen. Zu Ehrenmitgliedern wurden die noch lebenden Gründungsmitglieder Heinrich Fösel, Werner Krause, Anton Pfister und Elmar Welz ernannt. Eine besondere Ehrung wurde Gabriele Fösel zuteil. Sie führt seit über 20 Jahren die Kasse, was ein aufwendiges Ehrenamt ist, denn "unser Kindergarten ist ein kleines Unternehmen, mit acht bis zehn Beschäftigten", so Birgit Scholl. Für die Caritas würdigte Karin Rosin die Arbeit, die auch die Verwaltung der Buchungsstunden der Eltern umfasst. Rosin überreichte an Fösel das Caritas-Ehrenzeichen in Gold.