Wenn sich der Sonnenuntergang und die fast unberührte Natur auf dem Plateau der Burgruine Neideck mit Liedern der Romantik verbinden und diese auch noch vom Kammerchor Sonorité brillant vorgetragen werden, dann sind wirklich alle Sinne angesprochen und berührt.
Das Kuratorium zur Förderung von Kunst und Musik im Forchheimer Land e. V. hat diesen Liederabend unterstützt.


Ein anziehender Ort

Bei der Begrüßung des eher kleinen Publikums machte Toni Eckert klar, dass gerade dieser herausragende Ort über dem Wiesenttal schon in der Hochzeit der Romantik namhafte Künstler wie Ludwig Tieck, Wackenroder, Ernst Moritz Arndt oder Ludwig Richter angezogen hat.
Deutsche Volkslieder, die vielen älteren Zuhörern wohl bekannt waren, haben in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts immer mehr an Präsenz verloren. Heute hat sich der verkrampfte Umgang mit dem deutschen Volksliedgut wieder etwas entspannt. Die Lieder, die unter Leitung von Dekanatskantorin Stephanie Spörl zum Vortrag kamen, sind alle neu gesetzt und trotzdem nicht verfremdet.
Die Sonorité überzeugte durch hervorragende Intonation und abwechslungsreiche Interpretation: von vergnüglich über temporeich bis spannungsvoll und romantisch.
So haben die Charaktere der diversen Gäste aus der "Vogelhochzeit" jeden zum Lachen gebracht, so war "Kein schöner Land" mit dem nur von den Stimmen produzierten Glockenklang in ein wahrer Ohrenschmaus. red