und sabine Christofzik

Bamberg — Die Flops werden weniger. Das beobachten die Einzelhändler schon seit einigen Jahren. "Umtausch ist nicht mehr so das große Thema am ersten und den folgenden Verkaufstagen nach Weihnachten", fasst Alfons Distler, Geschäftsführer des Warenhauses Karstadt, auch diesmal zusammen.
Für seine Mannschaft sind diese Tage beinahe ebenso stressig wie die kurz vor dem Fest. Kein Wunder, die Kunden kommen zwar nicht auf den "letzten Drücker", um noch Geschenke zu besorgen, aber in Scharen, um Gutscheine einzulösen oder sich für ihr Bargeld selbst etwas auszusuchen.
Viele Arbeitnehmer haben Urlaub und die Kinder schulfrei. Da ist genügend Zeit für einen Einkaufsbummel ohne vorweihnachtliche Hektik. Längeres Warten an den Kassen mussten sie zum Teil dennoch in Kauf nehmen.
Auch im Media Markt Hallstadt ist die Zeit vieler nachweihnachtlicher Umtausche vorbei, sagt Geschäftsführer Werner Bschorr. Es sei nicht wie vor zehn Jahren, als nach Weihnachten ein Drittel der Geschenke wieder umgetauscht wurden. "Es wird schon im Vorfeld bewusster eingekauft oder einfach Gutscheine oder Bargeld verschenkt, wenn sie sich nicht sicher sind."
"Die Kunden erfüllen sich ihre Wünsche oft nach Weihnachten selbst", sagt Bschorr. Deshalb seien die Tage nach Weihnachten trotzdem sehr umsatzträchtig. Im Ertl-Zentrum in Hallstadt sah es ähnlich aus: "Umtausche gab es dieses Jahr sehr wenige", sagt Gesellschafter Karl-Heinrich Ertl über den gestrigen Tag. "Man merkt, dass viel Bargeld oder Gutscheine verschenkt werden", so Ertl. Diese sind gestern auch gleich eingelöst worden, denn das Ertl-Zentrum war trotz des schönen Wetters voller Kunden.