Matthias Einwag

Der größte Teil der Modernisierung ist abgeschlossen. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde die Badehalle II wieder geöffnet, die wegen der Bauarbeiten lange für den Badebetrieb gesperrt war. Das, was den Besuchern ab sofort geboten wird, kann sich sehen lassen. Besonders die neue Grotte aus Lichtbeton ist ein Hingucker - aber nicht nur das, denn sie besitzt auch Fußmassagedüsen.
An das neu gestaltete Erlebnisbecken sind zwei Whirlpools angeschlossen, die ebenfalls eine zeitgemäße Optik bekamen.
Die neue Grotte ist mit einem innovativen Licht- und Ton-Konzept versehen - ein Fest für Auge und Ohr.
Wechselnde Farben und sanfte Klänge sorgen fürs Wohlbefinden der Gäste und zwei Massagefunktionen für Waden und Füße spenden Fußreflexzonenmassage.
Auf der großzügig bemessenen Ruhegalerie im Obergeschoss stehen Liegen zum Entspannen bereit.


Kleines Gradierwerk

Nach der Teileröffnung der Badehalle II zu Weihnachten geht die Modernisierung jedoch weiter; in den kommenden Monaten erhalten auch der Duschbereich, das Dampfbad und die Sole-Inhalation eine Schönheitskur.
Als neue Attraktionen entstehen ein Soleum mit Solevernebelung durch ein eigenes Gradierwerk und neue Wellness-Räume anstelle der kaum mehr nachgefragten Solarien.
Für mehr Freiraum und eine Entlastung der bisherigen Kapazitäten sorgen künftig im Obergeschoss des Erweiterungsbaus 284 zusätzliche Umkleideschränke, zwölf weitere Umkleidekabinen sowie neue Duschen und ein Wellness-Raum.
Insgesamt investiert der Zweckverband Thermalsolebad Bad Staffelstein in die Modernisierung der Badehalle II und den Erweiterungsbau rund 5,4 Millionen Euro. Die endgültige Fertigstellung ist vor Beginn der Osterferien 2016 geplant.
Ursprünglich sollte die im Frühjahr begonnene Modernisierung der Badehalle im Oktober abgeschlossen sein und der Badebetrieb wieder freigegeben werden.


Grund für Verzögerung

Dass sich das verzögerte, war zu Beginn nicht absehbar. Werkleiter Hans Josef Stich: "Eigentlich sollte der Estrich des Beckens nicht ausgetauscht werden. Doch beim Freilegen des Estrichs zeigte sich, dass er großflächig geschädigt war - immerhin war er über 20 Jahre drin."
Die Besucherzahlen bezeichnet Hans Josef Stich als stabil, auch wenn sie in diesem Jahr wegen der Bauarbeiten leicht rückläufig gewesen seien. "Die Baustelle an sich tat uns nicht weh, so lange sich die Gäste jahrezeitlich bedingt auch im Außenbereich aufhielten." Wie die Besucherzahl 2015 endgültig ausfallen werde, hänge von den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester ab - alljährlich sei das die besucherstärkste Zeit.


Besucherzahlen im Vergleich

Die im Kreistag kürzlich vorgestellten Zahlen: 2014 wurden 754 896 Gäste in der Therme gezählt, davon besuchten 203 257 das Saunaland. Zwischen 1. Januar und 30. November 2014 hatten 698 433 Personen die Therme aufgesucht, im Vergleichszeitraum 2015 wurden 671 416 gezählt, also 27 017 weniger.
Davon gingen zwischen 1. Januar und 30. November 2014 insgesamt 182 237 Personen ins Saunaland, im gleichen Zeitraum 2015 waren es 223 486 - das ist eine Steigerung um 41 249 Besucher. "Ich bin mit den Besucherzahlen trotzdem zufrieden, weil in diesem Jahr vieles nicht zur Verfügung stand", kommentiert Hans Josef Stich das Ergebnis.
"Wir haben einen großen Teil des Hauses zukunftsfähig gemacht", fährt er mit Blick auf das 30-jährige Bestehen der Obermain-Therme fort, das im nächsten Jahr gefeiert werden kann. Mehr als 22 Millionen Besucher wurden in diesen drei Jahrzehnten gezählt.


Drei Jahrzehnte Thermalbad

Am 2. Januar 1986 hatte das Thermalbad offiziell seine Pforten geöffnet; zuvor sprudelte die Thermalsole in verschiedenen Provisorien. Das Sanieren geht jedoch weiter. Gerade bei einem so großen Haus wie der Therme gilt ein Wort von Altlandrat Reinhard Leutner: "Stillstand ist Rückschritt."
Laut Hans Josef Stich sollen in den nächsten Jahren weitere Millionen in die Generalsanierung fließen: "Ein Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro steht noch aus - wichtig ist es, am Ball zu bleiben."
Als Dank für eventuell auftretende kleinere Beeinträchtigungen für die Badegäste verlängert die Obermain-Therme die laufende Bonus-Aktion bis zum endgültigen Abschluss der Baumaßnahmen und schenkt jedem Gast zudem eine Badezeitverlängerung von 30 Minuten für jeden Besuch.