Lichtenfels — Einer jahrhundertealten Tradition entsprechend wallfahren die Lichtenfelser Pfarrgemeinden am Wochenende nach Pfingsten nach Gößweinstein, denn schon im Jahr 1684 wurde die Lichtenfelser Wallfahrt erstmals erwähnt.
So werden sich am Samstag vor dem Dreifaltigkeitssonntag wieder über 200 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder an diesem traditionsreichen viertägigen Gebetsgang beteiligen. Für das Wahlfahrtskomitee waren wieder umfangreiche Vorbereitungen zu treffen, um die Wallfahrt geordnet ans Ziel zu bringen.

Zum 54. Mal dabei

Neben dem 1. Vorbeter Dieter Brandmeier fungieren als weitere Vorbeter Heribert Träger, Lukas und Marius Herold, Martin Schmidt, Jörg Schiecke, Peter und Rolf Michel sowie Markus Brandmeier. Musikalisch werden die Gläubigen seit Jahrzehnten von einer Blaskapelle mit Musikern aus Litzendorf und Uetzing unterstützt, wobei deren Leiter Herbert Lorenz sage und schreibe bereits zum 54. Mal dabei ist. Den Dienst am Altar und unterwegs übernehmen Ministranten aus der Stadtpfarrei. Von den Familien Brandmeier und Hofmann werden für den Gepäcktransport wiederum die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Diese Marscherleichterung wird von den Wallfahrerinnen und Wahlfahrern dankbar angenommen.
Nach der Pilgermesse, die am Samstag, 14. Juni, um 5.15 Uhr in der Stadtpfarrkirche beginnt, ziehen die Wallfahrer betend und singend über Straßen, Wald- und Feldwege in herrlicher Natur über Klosterlangheim, Lahm, Eichig und Kleinziegenfeld nach Hollfeld, wo eine Übernachtung erfolgt. Am Dreifaltigkeitssonntag kommen den Lichtenfelsern zwischen Hollfeld und Plankenfels die Wallfahrer aus Mistelfeld und Klosterlangheim entgegen, die sich dann bereits wieder auf dem Heimweg befinden. Nach einer Pause in Waischenfeld geht es über Eichenbirkig weiter zur Steinernen Dreifaltigkeit, der so genannten Weißen Marter, wo ein Gebet gesprochen wird. Gegen 13 Uhr ziehen dann die Lichtenfelser Wallfahrer unter feierlichem Glockengeläut in die von Balthasar Neumann erbaute Basilika von Gößweinstein ein.
Am Montag treten die Pilger nach dem Morgengottesdienst wieder den Heimweg an. at