Josef Hofbauer

Lettern für das Gutenberg Museum in Mainz hat der Schlaifhausener Guido Häfner "geschnitzt". Am Samstag, 10. Juni, wurden die Buchstaben im Rahmen der Museumsnacht in Mainz zusammen mit Live-Drucken übergeben.
Da die Brüder Häfner und Häfner ja den klassischen Drucken sehr verbunden sind, ist das Gutenberg Museum auf Guido Häfner zugekommen und hat ihn gebeten, mal "richtig große Lettern" für das Gutenberg Museum zu schnitzen. Das Ziel: Die vielen Besucher aus der ganzen Welt - schließlich war Gutenberg ja der Wegbereiter für die moderne Drucktechnik - und die Verbreitung an Wissen in großer Zahl (Drucke) für viele Menschen - sollten für die alte Technik begeistert werden. Die alte Technik soll live erlebbar gemacht werden.
Die Buchstaben werden vor dem Gutenbergmuseum in Verbindung mit dem Druckladen des Gutenberg Museums aufgestellt und dann auch bei trockener Witterung live gedruckt. "Handabdruck versteht sich", unterstreicht Guido Häfner. Gleichzeitig laden die Lettern auch zum Verweilen ein, denn sie sind auch ideal als Hocker verwendbar.
So hat Guido Häfner in seiner Werkstatt in Schlaifhausen in den letzten Wochen fleißig Späne produziert. Die einzelnen Lettern sind aus Eiche und demnach für den Außenbereich bestens geeignet. Geschnitzt hat der Künstler übrigens mit der Kettensäge.
Orientiert hat sich der Künstler am Klischee: Er schnitzte das Wort "GUTENBERG" in Versalien und natürlich auch - wie früher die echten Bleibuchstaben - spiegelverkehrt!