von unserem Mitarbeiter Roland Mayer

Haßfurt — Was hat ein Hocker am Baum mit einer Fußballmannschaft im Fahrstuhl zu tun? Warum liest die Katze in der Bibel? Wie kann man sich Dinge leicht und lange merken? Tipps und Tricks zum Gedächtnistraining gab Gregor Staub bei einem kurzweiligen Vortrag Kindern udn Jugendlichen aus Haßfurt, Knetzgau und Theres. Am Nachmittag verriet er diese Lernmethoden bei einer Fortbildungsveranstaltung den Lehrern, am Abend war Staub Referent zum Thema "Gedächtnistraining" für interessierte Eltern.

Wo steht bloß das Auto?!

Wie wurde Gregor Staub Gedächtnistrainer? Auf diese Frage erzählt er von seiner Vergesslichkeit, die ihn früher plagte, und von einer Situation am Flughafen, als er sein Auto im Parkhaus suchte und ihm nach eineinhalb Stunden einfiel, dass er mit dem Zug gekommen war. Dieses Erlebnis bestärkte Staub, sein Gedächtnis zu trainieren.
Er stellte seine Methode vor, mit der man sich Informationen schneller, sicherer und länger merken kann. Da sie schnell zum Erfolg führt, machte die Anwendung den Grund- und Mittelschülern viel Spaß. Staub beschäftigte sich mit Namen und Zahlen, die es zu merken galt, mit schnellem und effizienten Rechnen und dem schnellen Abspeichern von Lernstoffen.
Die Kinder lernten Lernstrategien kennen, mit denen sie in kurzer Zeit eine 20-stellige Zahl merken konnten, eine Einkaufsliste mit 20 Sachen vorwärts, rückwärts und durcheinander aufsagen konnten oder die letzten zehn Präsidenten der USA aufzählen konnten.
Helena Schwaab unterstützte Gregor Staub. Nach einer längeren Geschichte, in der eine Nachtigall vom Eiffelturm in ein niederes Land schaut und ein Bulle ein Fass Rum trinkt, konnten die Kinder die 28 Länder der EU aufzählen.
Bei allen Anwendungen wurden Bilder mit Zahlen, Gegenständen oder Begriffen zu einer Geschichte verknüpft. Der Baum stand also für die Zahl eins, der dreibeinige Hocker für die Zahl drei, die Katze für die Zahl neun, die Bibel mit den zehn Geboten für die Zahl zehn, die elf Spieler einer Fußballmannschaft für die Zahl elf und der Fahrstuhl, in dem es kein 13. Stockwerk gibt, für die Zahl 13.

Begeisterte Kinder

Anna Hochrein und Emma Frank, zwei Viertklässlerinnen der Knetzgauer Dreiberg-Schule, waren begeistert, zum einen von der Einkaufsliste, die man sich nun leicht merken kann, zum andern von der Geschichte, mit der man sich die vielen Länder der Europäischen Union einprägen konnte. Lernen, das auch noch Spaß macht!
Ganz einfach "cool" fand es Oliver Senz von der Mittelschule, sich eine 20-stellige Zahl ganz einfach merken zu können. Er hofft, dass er die Lerntipps zum besseren Lernen in der Schule gebrauchen kann. Seine Klassenkameradin Elisabeth Schneider war vom Trick mit den kleinen Einmaleins begeistert. Sie war fasziniert, dass man so schnell rechnen kann.