Waltraud Enkert

Höchstadt — Wie funktioniert die Feuerwehr in Höchstadt? Darüber konnten sich 16 jugendliche Asylbewerber bei einem Besuch der Freiwilligen Feuerwehr in der Großen Bauerngasse informieren.
Die Don-Bosco-Schule in Höchstadt, in der die Klasse der jungen Flüchtlinge untergebracht ist, hatte bei Kommandant Wolfgang Glotz angefragt. Und der zeigte gern, unterstützt von Sebastian Lorz und Christoph Lober, wie man den Schlauch an den Hydranten anschließt. Natürlich noch viel mehr. Etwa, welche Technik im Feuerwehr-Löschfahrzeug vorhanden ist. Oder, wie man einen Knoten knüpft. Einen Knoten? Damit konnten die Asylberwerber erstmal nichts anfangen. Weil sie nicht wussten, was ein Knoten ist. Doch spätestens nach der Lehrstunde bei den Höchstadter Helfern wissen sie das. Und noch wichtiger, wie man einen Notruf absetzt.
"Die Flüchtlinge waren sehr interessiert und haben Fragen gestellt", bescheinigt der Kommandant. Ihr Deutsch war so gut, dass sie fast alles verstanden haben. Falls doch nicht, haben Lehrerinnen weitergeholfen, die die Flüchtlinge begleitet haben.
Ob die Höchstadter Feuerwehr bald Unterstützung von Asylbewerbern bekommt? Kommandant Glotz hätte nichts dagegen. Allerdings müssten dafür die Sprachkenntnisse richtig gut sein.
Denn es sei nicht zu verantworten, dass ein Helfer einen Befehl nicht richtig versteht und deshalb Leib und Leben gefährdet werden könnten.