Forchheim — Der im Mai neu gewählte Bezirksvorsitzende Henrik Schödel des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) stellte sich bei der Mitgliederversammlung der Kreisverbände Forchheim und Ebermannstadt vor. Auf Einladung der Kreisvorsitzenden Petra Fiedler sprach er in Kirchehrenbach über "Neue Herausforderungen an die Schulen, was tut der BLLV?"
Henrik Schödel forderte vor allem Reformen in der Lehrerbildung, die drei Phasen Universität, Seminar und Lehrerfortbildung sollten besser harmonieren und verzahnt werden. Ein heißes Eisen, aber auch ein sinnvoller Fortschritt seien auch die alternativ zu den Zwischenzeugnissen der Grundschule jetzt möglichen Lernentwicklungsgespräche. Gut sei auch, dass Elternbeirat und Lehrerkonferenz hier die Wahlmöglichkeit haben.

Hohe Herausforderungen

Mit großer Sorge beobachtet der BLLV die Situation der Flüchtlingskinder, die derzeit aus verschiedensten Ländern nach Deutschland kommen. Traumatisierte, psychisch hoch belastete Kinder, die kein Wort Deutsch sprechen, stellen hohe Herausforderungen an die Schulen. Um sinnvoll helfen und unterrichten zu können, werden Dolmetscher, professionelle Kriseninterventionsteams, Schulsozialarbeiter, geeignetes didaktisches Material und Übergangsklassen mit höchstens 16 Schülern benötigt. Dazu müsse eine Qualifizierung der betroffenen Lehrkräfte erfolgen, zum Beispiel durch ein Studium "Deutsch als Zweitsprache". red