Die Marktgemeinde Maroldsweisach ist, wie viele Gemeinden im Landkreis Haßberge, von Auswirkungen des demografischen Wandels betroffen, sagte Bürgermeister Wolfram Thein am Montag in der Sitzung. Deshalb bestehe ein Überangebot an Wohngebäuden.
In den Ortskernen mit älterer Bausubstanz sei das besonders akut, deren Reaktivierung einen hohen Aufwand verlange. Daher stellten Allianzmanager Tobias Alt von der Initiative "Hofheimer Land" dem Gremium Maßnahmen vor, die den Gebäudeleerständen in den Ortschaften entgegenwirken sollen.
Um in der Marktgemeinde das Problem Leerstände anzupacken, sollte in jeder Ortschaft ein "Leerstandslotse" vorhanden sein, sagte Alt. Es erklärten sich sogleich Gemeinderäte und Ortssprecher bereit, in ihren Dörfern als "Leerstandslotsen" Ansprechpartner zu sein und Leerstände zu melden, damit alle unbewohnten Gebäude zuverlässig erfasst werden können.
"Für die Erhebung ist ein relativ hoher Aufwand und ein regelmäßiger Austausch nötig", sagte Alt. Folgen könne dann eine unverbindliche schriftliche Befragung der Eigentümer. Eine Vermarktung der Gebäude erfordere einiges an Aufwand, so auch über Internetplattformen.


Gebäude bis Baujahr 1960

Laut Alt gebe es pro Anwesen eine Beratung, die mit einen Beratungsschein mit einem der sechs von der Allianz beauftragten Beratungsbüros abgerechnet werden könne.
Da im Markt Maroldsweisach keine definierten Fördergebiete bestehen, bezieht sich die Beratung hier auf vor 1960 erbaute Gebäude. Das Gremium beschloss, das Problem wie in der Sitzung erörtert anzugehen. hw