Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung 2016 der Lebenshilfe Bamberg standen der Jahresbericht des Vorsitzenden Klaus Gallenz und die Neuwahl des Vorstands. Mit großer Mehrheit wurde der in vielen Jahren bewährte Vorstand für die nächsten drei Jahre wiedergewählt: Vorsitzender Klaus Gallenz, stellvertretender Vorsitzender Michael Aljoscha- Eulig, Schatzmeister Stephan Kirchner, Schriftführerin Gertrud Goodrich und ihr Stellvertreter Winfried Strauch.
Zentrales Thema seines Jahresberichts war für Klaus Gallenz die Maxime der Lebenshilfe Bamberg: das Wohl der Menschen mit Behinderung und deren Familien. Die aktuell gestellte Forderung nach Inklusion sei genau dazu da, "den Menschen mit Behinderung zu dienen"; es gelte, "die Zukunft mitzugestalten, neue Ideen zu verwirklichen und Bewährtes fortzuführen". Ziel der Lebenshilfe Bamberg werde dabei nicht sein, das von der Behindertenrechtskonvention abgeleitete Ziel der vollständigen Auflösung von Sondereinrichtungen zu erfüllen, sondern eine bestmögliche Förderung und Begleitung von Menschen mit Behinderung unter guten Rahmenbedingungen umzusetzen.
Prävention ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Lebenshilfe Bamberg: Die Beratungs- und Frühförderstellen in Bamberg, Scheßlitz und Hirschaid begleiten und fördern derzeit rund 200 Kinder, das Harlekin-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Bamberg für Frühchen und Risikokinder findet großen Anklang. Die diversen Fachdienste für Kindergärten und Schulen ergänzen dieses Angebot.
Die Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten beschäftigen an drei Standorten (Moosstraße, Ohmstraße und Gundelsheimer Straße) rund 480 erwachsene Mitarbeiter; durch die Werkstatt "integra Mensch" finden über 120 Mitarbeiter Beschäftigung in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen in Stadt und Landkreis. Für schwer- und mehrfachbehinderte Erwachsene bietet die Förderstätte 14 Plätze an.
Die Offene Behindertenarbeit (OBA) leistet wichtige Arbeit für die Freizeitgestaltung der Werkstattmitarbeiter/innen und offeriert ein reichhaltiges Kulturangebot. Ein neues Haus für Kultur "Kufa - Kultur für alle" steht kurz vor der Realisierung.
24 neue Wohnheimplätze sind heuer in Frensdorf entstanden; in den Wohnheimen am Weidendamm, in der Wassermannstraße, in Stegaurach sowie derzeit im Bürgerspital am Michelsberg wohnen über 100 Erwachsene; ein neues Wohnheim mit 24 Plätzen entsteht bis 2018 als Ersatzbau für die bisherige Wohnanlage in Memmelsdorf. Da die 18 Plätze im Pflegeheim in Stegaurach nicht mehr ausreichen, strebt die Lebenshilfe den Bau einer neuen Pflegeeinrichtung mit 35 bis 40 Plätzen an. red