Der SPD-Ortsverein mit Zweiter Bürgermeisterin Michaela Schirmer an der Spitze gehöre, wie es die stellvertretende Landrätin Christina Flauder bei der Jahresversammlung ausdrückte, "zu den aktiven Gemeinschaften der Genossen im Landkreis".
Die Jahresversammlung nutzte die Zweite Bürgermeisterin auch als Plattform, sich zum Baugebiet "Dreschenauer Straße" zu äußern, das per Bürgerentscheid abgelehnt wurde. "Ich kann die ganze Aufregung von CSU und den Freien Wählern und ihre Vorwürfe gegen uns nicht verstehen, da bleibe ich cool und sachlich. Denn wir von der SPD haben im Gemeinderat das vertreten, was in unserem Wahlprogramm stand. Nämlich Baugebiete mit Maß und Ziel zu entwickeln und nicht in dieser Größe von 60 bis 70 Häusern."
Seitenhiebe seien nicht ihr Stil. "Meine Kollegen im Gremium, die anders denken, sollten unsere Meinung akzeptieren und daran denken, dass schließlich die Bürger mit diesem Baugebiet nicht einverstanden sind." Schirmer ärgerte auch, dass die von Rudi Bock gemachten Vorschläge über neue Baugebiete nur schlechtgeredet worden sind.
Dieses Jahr will der Ortsverein nach einer Pause wieder das Info-Blatt "Rote Grütze" herausbringen. Ein Kinderprogramm, der Nachmittag für Jung und Alt und die SPD-Präsenz zur Drossenfelder Weihnacht sind fest eingeplant.
Langjährige Mitglieder wurden für ihre Treue zur SPD mit einer in Rot gehaltenen Urkunde ausgezeichnet. Heinrich Bock ist 40 Jahre dabei. Die Vorsitzende bezeichnete ihn als einen Mann, "der als Handwerker alles kann und uns mit seinem Fachwissen und seiner Tatkraft schon viel geholfen hat".
Ebenfalls vier Jahrzehnte dabei ist der frühere Gemeinderat Hans Hübner aus Langenstadt. Ihn nannte sie den SPD-Kommunalpolitiker, der als stets ausgleichender Kollege unter drei Bürgermeistern im Gremium saß.


Ein halbes Jahrhundert Mitglied

Für Hermann Würffel, seit 50 Jahren Genosse, hatte sie ganz warme Worte: "Du warst und bist noch immer präsent im Ortsverein, ein Urgestein, auf das wir schlecht verzichten können."
Ein Vortrag über die demografische Entwicklung im Landkreis Kulmbach von Jürgen Meins fand aufmerksame Zuhörer. Die Vorsitzende fügte noch an, es seien zwar genügend Kinder für die Schule Neudrossenfeld vorhanden, eine ausreichende Anzahl Lehrer fehle jedoch.
Außerdem sei es ein Armutszeugnis, was in Neudrossenfeld zur Flüchtlingspolitik geschehe. "Nur eine Familie ist untergebracht und das noch auf Privatinitiative".
Zudem hätten auch Mitarbeiter der Kirchengemeinde Unterstützung zugesagt. Michaela Schirmer: "Vor allem im Kleinen kann Integration gut funktionieren." hw