von unserem Redaktionsmitglied 
bernhard Panzer

Herzogenaurach — Im Jubiläumsjahr 2002 startete die Stadt mit einem Versuch, und seither hat man - mit einer kurzen Pause - dieses Projekt auch jedes Jahr durchgezogen. Mit steigendem Erfolg. Und so wird die Präsentation des "Lebendigen Adventskalenders" beim Pressegespräch im Rathaus auch immer eine fröhliche, ungezwungene Geschichte.
Das Angebot, bei dem während des Advents vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag eine Attraktion auf der Bühne des Marktplatzes geboten wird, hat sich längst bewährt. Getragen wird es über Zuschüsse der Stadt, aber auch durch Sponsoren. Zwischenzeitlich, so sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) bei der Vorstellung des diesjährigen Programms, sei die Zahl der potenziellen Türchen-Sponsoren schon größer als die Zahl der Aufführungen.


Wieder viele Highlights

Wie immer hält sich die Stadt bedeckt. Man will noch nicht preisgeben, wer denn an welchem Tag aus dem Türchen steigt. Das gehört offenbar zum Erfolgsrezept.
Dennoch darf vorab verraten werden, dass wieder ein Programm mit kulturellen wie auch optischen Highlights zusammengestellt wurde, bei dem natürlich auch die heimischen Kindergärten einen großen Schwerpunkt haben werden.
Täglich um 17 Uhr wird es auf der Bühne auf dem Marktplatz Darbietungen geben, an Heiligabend bereits um 12 Uhr. Von festlicher Bläsermusik bis zum weihnachtlichen Chorgesang, von der Comedyshow bis zum Mundartkabarett, vom Puppentheater bis zum Folkloretanz reicht das Spektrum. Auch ein Zauberer und Illusionist ist dabei, der sonst auch gelegentlich mit einem lebendigen Puma auftritt. Doch der Auftritt einer Raubkatze sei, selbst hinter Gittern, auf der kleinen Marktplatzbühne aus Sicherheitsgründen nicht möglich, sagte Andrea Pöltl vom Kulturamt der Stadt.
Seit Anbeginn an ist der lebendige Adventskalender ein Gemeinschaftsprodukt der Stadt mit der Förder- und Werbegemeinschaft. Das wird auch nach dem Wechsel im Vorstand so bleiben. Die neue Schriftführerin Hedwig Röttger und der hauptamtliche Mitarbeiter Erik Lorite-Schmitt waren beim Pressegespräch zugegen.
Vom kommenden Dienstag an wird auch wieder das Freizeitheim mit einem Kinderprogramm auf dem Marktplatz vertreten sein. Ab 14 Uhr wird man vom 1. bis 18. Dezember an Werktagen den Kleinen die Wartezeit auf die Darbietungen des Lebendigen Adventskalenders versüßen. "Basteln in der Weihnachtshütte am Marktplatz" nennt sich das Angebot.
Auch kulinarisch ist wieder etwas geboten. Bereits ab 16 Uhr werden an allen Adventskalendertagen drei Hütten geöffnet sein: die bewährten Anbieter Römmelt (Glühwein etc.) und Sicker (Bratwürste) werden erstmals unterstützt vom Wirt des "Turmkämmerla", Heiko Dilger, der Raclettebrote anbieten will.


Licht wird eingeschaltet

Probelauf ist übrigens bereits am heutigen Freitag. Da wird um 18 Uhr die städtische Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Die Verpflegungsbuden haben da auch schon geöffnet, sagte Judith Jochmann vom Stadtmarketing. Ein anderes Angebot fällt heuer weg: der Stand mit Holzarbeiten. Für ein gewerbliches Angebot seien die kompletten 24 Tage wohl eher weniger geeignet. Jochmann: "Das ist eher die Gelegenheit, der Kulinarik zu frönen."
Aber es gibt ja noch den Weihnachtsmarkt am 5. und 6. Dezember. Darüber berichten wir am kommenden Dienstag.