Kulmbach/München — Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) hat rund 500 Ehrenamtliche aus ganz Bayern, darunter auch eine Abordnung aus Kulmbach, im Hofbräuhaus München empfangen. Bei dem Festakt überreichte sie Johannes Stegmann aus Herrieden (Landkreis Ansbach) die 100 000. Ehrenamtskarte.
Auf Wunsch von Landrat Klaus Peter Söllner (FW) hatte das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement am Landratsamt die Fahrt nach München organisiert und unter allen Ehrenamtskarteninhabern zehn Mitfahrplätze verlost. Busunternehmer Leo Will aus Oberzaubach - zugleich einer der 60 regionalen Akzeptanzpartner für die Ehrenamtskarte im Landkreis - stellte für diesen Zweck einen Bus zur Verfügung und chauffierte die Gruppe persönlich. Die Kulmbacher Abordnung traf im Festsaal des Hofbräuhauses auch auf Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (SPD), die der Feierstunde beiwohnte. Natürlich durfte ein Gruppenfoto mit ihr und der Sozialministerin Emilia Müller (CSU) nicht fehlen.
"Der Erfolg der bayerischen Ehrenamtskarte ist enorm. Gut vier Jahre nach ihrer Einführung haben wir sie nun bereits 100 000 Mal verliehen. Das heißt auch 100 000 Mal Dankeschön für unermüdlichen Einsatz und Engagement mit Herzblut. Mit dieser Karte erhalten die Ehrenamtlichen ein sichtbares Zeichen der Anerkennung ehramtlicher Leistungen. Das ist für viele wichtiger, als die Vergünstigungen, die die Karte mit sich bringt", so die Ministerin und weiter: "Ich freue mich, Herrn Johannes Stegmann heute die 100 000. Ehrenamtskarte zu überreichen. Er ist seit vielen Jahren beim Bayerischen Roten Kreuz engagiert. Aktuell packt er tatkräftig bei der Hilfe für Asylbewerber mit an. Ihm und allen anderen, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen, danke ich herzlich für ihr Engagement. Sie verdienen alle unseren Respekt und unsere Hochachtung."
Die bayerische Ehrenamtskarte wurde 2011 auf Initiative des ehemaligen Sozialstaatssekretärs Markus Sackmann (CSU) eingeführt. Mittlerweile gibt es sie bereits in 75 Landkreisen und kreisfreien Städten. Ehrenamtliche können die Karte erhalten, wenn sie sich im Schnitt mindestens fünf Stunden wöchentlich oder jährlich mindestens 250 Stunden unentgeltlich engagieren. An alle Ehrenamtlichen gerichtet, betonte die Ministerin: "Sie alle tragen dazu bei, dass wir in Bayern eine lebendige Kultur des Ehrenamts haben. Sie setzen Ihre Zeit und ihr Herzblut für Ihre Mitmenschen ein. So machen sie Bayern zu dem was es ist: eine lebens- und liebenswerte Heimat." red