Zum Bericht "Gemeinde räumt Fehler ein" (BR vom 24./25. März) wird uns geschrieben:

Nur durch unser Zutun ist die Gemeinde aus ihrem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf endlich aufgewacht, ansonsten wäre es einfach so weitergegangen. Null Aufzeichnungen, keinerlei Terminüberwachung im Computerzeitalter, das Wort Controlling gibt es anscheinend auch nicht. Beschämend.
Die extra ins Leben gerufenen und allseits hochgelobten Gemeindewerke haben ausschließlich die Aufgabe, sich um die Bereiche Wasser und Kanal und erneuerbare Energien zu kümmern, sind aber, so stellt es sich jetzt dar, insbesondere im Bereich Kanal und jetzt beim Wasser nach den uns bisher vorliegenden Fakten hoffnungslos überfordert. Wichtige Hausaufgaben werden einfach versäumt. Wer ist tatsächlich dafür verantwortlich? Man spricht immer nur von der "Gemeinde". Es gab und gibt einen Werkleiter, zudem ist Bürgermeister Decker Leiter des Werksausschusses.
Das Eichgesetz mit strengen Vorgaben gibt es doch nicht zum Vergnügen, sondern weil beim Wasserverbrauch Gebühren berechnet und erhoben werden. Recht und Gesetz sind scheinbar bei uns nur gültig, wenn sich der Bürgermeister dahinter verstecken beziehungsweise es zu seinen Gunsten auslegen kann. Sind wir hier in Neuenmarkt in keinem Rechtsstaat mehr, sondern etwa schon in einer Bananenrepublik? Es entschuldigen sich die "Ausführenden", sprich die "kleinen Leute", die wirklich Verantwortlichen haben das doch nicht nötig. Es gibt ein altes Sprichwort: "Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken."
Alles wird wieder einmal verharmlost und schöngeredet, nach dem Motto: "Wir haben sofort reagiert und die abgelaufenen Wasseruhren getauscht." Warum denn nicht schon vor zehn oder 20 Jahren? Die jetzt anfallenden Kosten sind wesentlich höher, als wenn man turnusgemäß die Wasseruhren getauscht hätte. Viele Bürger sind mehr als verärgert, wie wir aus vielen Anrufen wissen.
Spannend wird es in nächsten Wochen, denn die Verbrauchswerte für das Abrechnungsjahr 2015/2016 dürfen laut Gesetz überhaupt nicht für einen Gebührenbescheid verwendet werden. Dies galt teilweise auch schon für die Bescheide des Abrechnungsjahres 2014/2015. Wir sind gespannt, wie die Gemeinde das hinkriegen will.
Leider gibt es ein paar wenige Bürger, die die Wahrheit nicht vertragen. Sie versuchen, uns hintenrum anzuschwärzen, und stellen Behauptungen auf, die durch nichts zu belegen sind. Wir haben genug Zuspruch erhalten und werden dadurch in unserem Tun bestätigt.
Dieter Sachs
Neuenmarkt
für die Anwohner der Waldenburger
und Königsberger Straße