Poxdorf — Die "Oase" ist ein Rückzugs- und Erholungsort für kranke Kinder und deren Familien in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Erlangen. In den hellen und freundlichen Räumen im zweiten Stock der Kinderklinik können Eltern
oder Geschwister der kleinen Patienten lange Wartezeiten überbrücken, schwierige Krankenbesuche in der Intensivstation verarbeiten oder ganz einfach den Sorgenkindern nahe sein.

Omas und Opas als Sponsoren

Die Leiterin dieser Einrichtung, Ines Rauschmaier, und ihre ehrenamtliche Mitarbeiterin Johanna Kaup konnten unlängst in der Tagesschule Poxdorf einen Scheck über 2500 Euro entgegennehmen.
Diese erstaunliche Summe hatten 53 Poxdorfer Schüler dadurch zusammengebracht, dass sie für die gute Sache gerannt sind: Die Schüler sind dreizehn, siebzehn, neunzehn oder sogar zweiundzwanzig 500-Meter-Runden gelaufen. Das sind immerhin zwischen sechseinhalb und elf Kilometer, die die Kleinen rennend zurückgelegt haben.
Die Runden reichten einmal rund um die Schule: Um den Sportplatz, das Musikheim, die Kita und die umliegenden Gartenanlagen. Belohnt wurden die fleißigen Läufer von ihren Paten und Sponsoren. Die Geldgeber waren Omas und Opas, Tanten, Onkels, Nachbarn und Freunde. Vollkommen unerwartet hat sich eine hohe Summe addiert.

Für Eltern und Kinder

Die "Oase" in der Kinderklinik in Erlangen finanziert sich ausschließlich über Spendengelder. Nur für die Räumlichkeiten, Strom und Wasser kommt das Klinikum finanziell auf. Der Scheck, den die 53 Poxdorfer Schüler überreichen konnten, war hochwillkommen.
Er wird unter anderem dazu dienen, Küchenutensilien für die wartenden Eltern anzuschaffen. Sie müssen oft viele Stunden im Krankenhaus verbringen, während ihre Kinder untersucht und behandelt werden. Neben den Küchenutensilien, mit denen sich die Eltern dann auch mal eine Kleinigkeit zum Essen zubereiten können, wird natürlich auch Spielzeug für die kranken Kinder und ihre geduldigen Geschwisterchen, die in der Klinik verharren müssen, angeschafft.
Dagmar Niemann