Kreis Haßberge — Die anhaltende Trockenheit hat bereits zu erheblichen Trockenschäden und in viehhaltenden Betrieben zu Engpässen in der Futterversorgung geführt. Das geht aus einer Mitteilung des Landwirtschaftsamtes Schweinfurt hervor, das auch für den Kreis Haßberge zuständig ist. Eine extreme Witterungssituation ist dann gegeben, wenn die Niederschlagsmenge der Monate April bis 12. Juli um mindestens 50 Prozent unter dem Drei-Jahre-Durchschnittswert liegt.
Das trifft in folgenden Landkreisen einschließlich der kreisfreien Städte zu: Aschaffenburg, Bad Kissingen, Bamberg, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt sowie Tirschenreuth und Würzburg.
In diesen Gebieten wird der Mitteilung zufolge seit gestrigem Dienstag eine Futternutzung der als ökologische Vorrangflächen ausgewiesenen Brachen und Feldränder für das laufende Jahr generell zugelassen. Das gilt auch bei Weitergabe des Futters im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Eine Meldung ans Amt ist nicht erforderlich. Die sonstigen Auflagen, zum Beispiel das Düngeverbot, sind weiterhin einzuhalten. Die Nutzung ist auch möglich, wenn es sich bei den Flächen um Gewässer- und Erosionsschutzstreifen oder Grünstreifen zum Gewässer- und Bodenschutz im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms handelt. red