Bamberg — Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat weitere 6,5 Millionen Euro für die Erweiterung der Universität Bamberg freigegeben. Das teilte CSU-Abgeordneter Heinrich Rudrof (Scheßlitz) mit. Mit dem Geld soll, wie mehrfach berichtet, ein neues Gebäude im Hof des Landwirtschaftsamtes am Schillerplatz gebaut werden. Zusammen mit den schon länger bewilligten 4 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten für den Neubau von Ausgleichs- und Ergänzungsflächen zur Unterbringung eines "Zentrums für Smart-IT" an der Universität Bamberg auf 10,5 Millionen Euro. "Im Rahmen der Technologieallianz Oberfranken profitiert die Universität Bamberg inhaltlich wie auch strukturell durch die Einrichtung von drei neuen Professuren samt Ausstattung in verschiedenen Informatikbereichen", so Landtags-Vizepräsidentin Inge Aures (SPD).
Diese neu einzurichtenden Professuren und die dazugehörigen Labore sollen in unmittelbarer Nähe zu den bereits bestehenden Lehrstühlen der Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik auf dem Erba-Gelände untergebracht werden. Dadurch ist für die geisteswissenschaftlichen Fächer im Bestellbau kein Platz mehr. Für diese Fächer müssen nun entsprechende Ausgleichs- und Ergänzungsflächen in zwei Neubauten, einem Büro- und Seminargebäude am Schillerplatz sowie einer dazugehörigen Teilbibliothek am Heumarkt geschaffen werden.
Mit der zweiten Teilbaumaßnahme, die nun genehmigt wurde, soll die Errichtung eines Büro- und Seminargebäudes am Schillerplatz mit einer Gesamtnutzfläche von 970 Quadratmetern realisiert werden. Dieser Neubau dient der Schaffung von Büro- und Lehrveranstaltungs flächen für das Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients, Islamwissenschaften und Judaistik. Laut Planung sind die Zugänge vom öffentlichen Straßenraum ebenerdig und somit stufen- und rampenfrei vorgesehen. Zur Entspannung der schwierigen Parkplatzsituation in der Innenstadt und auch als Kompensation für die beim Amt für Ländliche Entwicklung aufgrund des Neubauvorhabens wegfallenden Parkplätze ist unter dem neuen Uni-Gebäude eine Tiefgarage mit 55 Stellplätzen vorgesehen.
Mit dem Einsatz von Fernwärme bei der Heizung sollen im Vergleich zu einer herkömmlichen Gasheizung jährlich bis zu 44 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. red