Gößweinstein — Rund 60 Besucher des Neujahrsempfangs der CSU in Gößweinstein wollten sich im Gasthof Fränkische Schweiz vom Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) über die Kreispolitik informieren lassen. CSU-Ortsvorsitzender Hans Heckel freute sich darüber, dass er Landrat Ulm zum wiederholten Mal im Markt Gößweinstein begrüßen durfte.
Nach einem Rückblick auf das knappe Dreivierteljahr seiner Amtszeit sprach Ulm die Energiewende an. Mit der Streichung der verbliebenen Vorranggebiete für Windräder bei Pinzberg durch den regionalen Planungsverband Oberfranken-West sei dieses Thema "Windenergie" im Landkreis zwar nicht mehr so präsent, umso mehr müsse man sich aber den anderen Themen der Energiewende vor Ort widmen.
Bei dem umfassenden Sanierungsprogramm für die Landkreisschulen erfolge auch die energetische Sanierung. Mit den bereits sanierten Gebäuden würden so in wenigen Jahren alle Landkreisgebäude auf einem zeitgemäßen Stand hinsichtlich des Energieverbrauchs sein. Allerdings werde ihm manchmal "ganz schummrig vor Augen", wenn er die erheblichen Kosten sehe, die der Landkreis hierfür in diesem und den nächsten Jahren aufwenden muss.
Bei den Krankenhäusern sah Landrat Ulm "keinen Weg, der an einer Fusion vorbeiführt". Der Kreistag Forchheim habe hierzu bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Die Verhandlungen laufen und Ulm zeigte sich zuversichtlich, dass eine für alle Beteiligten tragbare Lösung gefunden wird.
"Die Schicksale der Asylbewerber sind oft erschütternd", empfindet Ulm. Circa 15 Personen - mit leicht steigender Tendenz - werden derzeit wöchentlich dem Landkreis Forchheim zugewiesen. red