Erlangen-Höchstadt — Drei Preisträger zeigen auch in diesem Jahr, dass Inklusion möglich ist und Menschen mit Behinderung ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft haben. Die Erlanger Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens betonte im Grußwort für die Stadt, dass es mit der Inklusion erfreulich sei, aber dennoch gebe es viel zu tun, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Stiftung Lebenshilfe Erlangen hat den Erlanger Inklusionspreis 2015 an Claudia Bezold verliehen. Sie sorgt in der Sektion Erlangen des Deutschen Alpenvereins für die Teilnahme von Menschen mit Behinderung an verschiedenen Angeboten. Beispielsweise machen zwei blinde Jungen regelmäßig beim Klettertraining mit.
Weiterer Preisträger ist Professor Dr. Holm Schneider, Leiter der Abteilung Molekulare Pädiatrie der Kinder- und Jugendklinik, Universität Erlangen. Er hat zwei Jahre lang Michaela Schatz, eine junge Frau mit Down-Syndrom, als Sekretärin beschäftigt und kämpft gerade darum, ihr eine längerfristige Anstellung zu ermöglichen. Prof. Holm Schneider nahm gemeinsam mit Michaela Schatz den Preis entgegen und betonte: "Michaela und ich lassen uns nicht unterkriegen." Thomas Hofmann, Vorsitzender der Lebenshilfe, ließ spontan unter den mehr als 100 Gästen abstimmen, wer für die Weiterbeschäftigung ist. Das Ergebnis war einstimmig. Ebenso mit dem Erlanger Inklusionspreis ausgezeichnet wurde der Kreisjugendring Erlangen-Höchstadt. Ihm ist das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein großes Anliegen. Im Sommer hat der Kreisjugendring in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe eine inklusive Zirkus-Ferienwoche veranstaltet. Das Preisgeld von insgesamt 1500 Euro haben erneut die Siemens AG, die Sparkasse Erlangen und die ABV Versicherungsmakler GmbH Nürnberg gespendet. red