Eine Stunde der Besinnung, der inneren Einkehr, der Ruhe, aber auch eine Stunde der vorweihnachtlichen Freude wollte der Landfrauenchor Kulmbach mit seinem Konzert in der St.-Laurentius-Kirche in Thurnau vermitteln.
"Es soll Weihnachten werden", konstatierte Dekanin Martina Beck. "Ich wünsche mir, dass wir auf den grünen Zweig der Hoffnung kommen", sagte sie in ihren geistlichen Impulsen, mit denen sie das Konzert immer wieder bereicherte.
Der Kulmbacher Landfrauenchor zeigte sich bei dem Auftritt in Thurnau in Bestform. Die passionierten Sängerinnen brachten weltliche und geistliche Lieder zu Gehör.
Mit dem legendären "Amazing grace" eröffnete der Chor den Abend. Auf dem Programm standen ferner Evergreens wie "Die Rose" und "Glaube, Liebe, Träume", aber auch vorweihnachtliche Lieder wie "Licht in der Nacht", "Macht die Türen auf" oder "Ein Stern am Himmel stand".
Außerdem nahmen die Landfrauen die Zuhörer mit in die vorweihnachtliche Welt von "A himmlische Weis'". Mit viel Pathos interpretierten die Sängerinnen das russische Lied "Bajuschki Baju". Und außerdem wünschte sich der Chor Frieden: "Dona nobis pacem." Mit "Zu leise Gottessohn", "Hallelujah" und einem gesungenen "Vater unser" ging das Konzert in der Laurentiuskirche zu Ende.
Chorleiterin Ulrike Böhmann dirigierte den Chor nicht nur, sondern setzte auch mit ihrer Gitarre als Begleitinstrument musikalische Akzente.


Vor elf Jahren gegründet

Der Landfrauenchor Kulmbach ist vor elf Jahren aus der Taufe gehoben worden. Derzeit sind 36 Sängerinnen aktiv. "Wir sind die singenden Botschafter der Landwirtschaft", sagte Elfriede Mittelberger aus dem Thurnauer Ortsteil Leesau. Nicht nur in der Region erhebe der Chor regelmäßig seine Stimme, sondern auch weit über die Grenzen der Region hinaus.