Alexander Löffler

Die starken Gewitter am Samstag haben vielerorts für überschwemmte Straßen gesorgt. Besonders schlimm war die Situation in Kronach, wo Teile der Innenstadt nahezu komplett unter Wasser standen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kronach, Knellendorf, Neuses, Gehülz, Seelach, Dörfles und Friesen waren im Dauereinsatz, um unter anderem Wasser abzupumpen und Schlimmeres zu verhindern. Über 30 Einsatzstellen hatte sie abzuarbeiten.


Kanal ist überfordert

Grund für die Überschwemmungen war in erster Linie natürlich der Starkregen. Die Kanalisation war letztlich aber nicht in der Lage, die Wassermassen abzuleiten, so dass diese aus den Kanälen zurück auf die Straßen gedrückt wurden. Betroffen waren in erster Linie die Rosenau, die Alte Bamberger Straße oder auch die Johann-Knoch-Gasse. Selbst die Unterführung zu den Bahngleisen stand völlig unter Wasser, Teilweise sorgte das Unwetter dafür, dass auch Geschäfte nicht verschont blieben und voll Wasser liefen.
Aber auch in anderen Teilen der Region ging es mitunter heftig zu. Beispielsweise zwischen Küps und Lichtenfels, auf Höhe von Redwitz, mussten sich Autofahrer langsam vortasten und teilweise auf die Gegenfahrbahn wechseln, um überhaupt noch voranzukommen.
Auch in vielen Gemeinden des Landkreises Kronach war Vorsicht geboten, weil zusätzlich zum Regen von den Anhöhen herab Wassermassen strömten und diese auch dort der Kanal nicht mehr aufnehmen konnte und der Verkehrsfluss dadurch beeinträchtigt war. In Küps wiederum war die Unterführung in Richtung Tüschnitz gesperrt. Auch hier war es nicht möglich, das Wasser gezielt abzuführen.


Auch THW im Einsatz

Neben Feuerwehren war auch das THW im Einsatz. An mehreren Stellen im Landkreis wurden Sandsäcke benötigt, die das THW ausgeliefert hat. Außerdem pumpte die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen mehrere Straßen und Keller leer, die nicht nur mit Wasser, sondern auch mit viel Schlamm gefüllt waren. Vorsorglich wurden bereits neue Sandsäcke gefüllt.


Kein Zugverkehr

Aufgrund des Unwetters war zudem zwischen Lichtenfels und Kronach kein Zugverkehr möglich. Die Züge wurden in Bamberg, Lichtenfels, Saalfeld, Kronach, Neuenmarkt-Wirsberg und Kulmbach zurückgehalten. Das berichtete DB Regio. Gegen 20 Uhr konnte der Bahnverkehr dann wieder aufgenommen werden. Zugreisende mussten sich danach aber immer noch auf erhebliche Verzögerungen einstellen.