Auf dem Grünstreifen an der Ecke Kreuzbergstraße und Schulstraße in Hallerndorf wird eine Ladestation für Elektrofahrzeuge errichtet. Klimaschutzmanager Dominik Bigge vom Landratsamt Forchheim hatte das Konzept dafür im Gemeinderat vorgestellt und wies darauf hin, dass die Gemeinden für diese Ladestationen mit einer städtebaulichen Förderung von 60 Prozent rechnen könnten. Die Kosten für die Errichtung und Installation schätzte Bigge auf 10 000 bis 15 000 Euro pro Ladesäule. Gerhard Bauer (WG Hallerndorf) fand den Vortrag wenig überzeugend, ihm fehlten notwendige Informationen. Thomas Bauer (WG Pautzfeld) fand sogar, dass diese Technik keine Zukunft habe.
Bigge stellte mögliche Standorte für eine Ladestation vor. Für Claudia Kraus (WG Trailsdorf) macht eine solche Station nur am Kreuzberg Sinn, gekoppelt mit einer Ladestation für E-Bikes. Werner Fischer (WG Hallerndorf) zeigte sich skeptisch und schlug vor, diese Station im Verbund mit jemandem zu errichten, der sich an den Kosten beteiligen könne. Matthias Erlwein (JAB) bezeichnete die Technik als unwirtschaftlich, unpraktikabel und plädierte dafür, das Geld für sinnvollere Vorhaben auszugeben. Bigge warnte die Gemeindevertreter, dass es später keine Förderung mehr gebe und erhielt von Georg Gunselmann (JAB) Unterstützung: Wenn wir fortschrittlich sein können, sehen wir nur Probleme. Bigge erinnerte daran, dass Kommunen auch in Schwimmbäder und andere unwirtschaftliche Vorhaben investieren: "Das ist einfach für die Bürger."
"Wollen wir mitmischen oder die Finger davon lassen", forderte Bürgermeister Torsten Gunselmann seine Gemeinderäte zur Abstimmung auf. Zehn stimmten für eine Ladesäule, sechs dagegen. Dafür, dass diese schlussendlich in Hallerndorf errichtet werden soll, sprachen sich zwölf Gemeinderäte aus, während vier ebenfalls dagegen votierten. hu