von unserer Mitarbeiterin Sonja Adam

Kupferberg — Wie Untersteinach (siehe Meldung oben auf dieser Seite) will auch die Stadt Kupferberg Einfluss darauf haben, ob und in welcher Weise Werbeanlagen entlang der Bundesstraße aufgestellt werden dürfen. Bereits im April und im Juli hatten die Räte Anlagen, die die Firma Plotzki Außenwerbung aus Dorsten in Kupferberg aufstellen wollte, abgelehnt. Grund: Die Räte befürchteten eine Beeinträchtigung des Ortsbildes.
In der jüngsten Sitzung beschloss das Gremium, eine Satzung über Werbeanlagen zu erlassen. Nach Rücksprache mit der Rechtsaufsicht am Landratsamt stehen vor allem die Orts ein- und Ortsausfahrt im Blickpunkt. Bis zur nächsten Sitzung soll die Verwaltung eine solche Satzung ausarbeiten, entschieden die Räte einstimmig. Außerdem beschlossen sie, dass ein Bebauungsplan für diesen Bereich aufgestellt werden solle. Darin könnten bauplanungsrechtliche Regelungen zur Thematik "Errichtung von Werbeanlagen" aufgenommen werden, erklärte stellvertretender Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW), der die Sitzung leitete.
Werner Stapf (UKW) bat zu prüfen, ob auch die Flächen entlang der Kreisstraße in solch einen Bebauungsplan mit aufgenommen werden können.
Um bis zur endgültigen Regelung durch die Satzung Rechtssicherheit zu haben, wurde eine Veränderungssperre erlassen. Dadurch wird die Gefahr gebannt, dass bereits im Genehmigungsverfahren befindliche oder in naher Zukunft beantragte Maßnahmen, die dem Sinn und Zweck der Satzung widersprechen würden, noch verwirklicht werden können.


Urnengräber: Frühestens 2016

Bezüglich der Anlegung von "Wiesen-Urnengräbern" im Friedhof hatte das Gremium schon in der Juli-Sitzung die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, drei Stelen zwischen Eingang und Leichenhalle aufstellen zu lassen. Karl Schott (CSU), der damals nicht anwesend war, bat um Vertagung des Punktes. Da im Haushalt ohnehin keine Finanzmittel vorgesehen sind, entsprachen die Räte dem Antrag. Voraussichtlich werden die Urnenstelen rund 3500 Euro kosten. Eine Aufstellung ist frühestens für 2016 geplant.
Endgültig genehmigt ist der Bauantrag von Marcel Hümmer, der einen Garagenaufbau mit Wohnraumerweiterung und Dachgaube plant. Das Anwesen befindet sich direkt am Kindergarten, die Bebauung soll an der Grenze erfolgen. Zunächst schlugen die Räte vor, dass die Garagenwand, die zum Kindergarten zeigt, bunt angemalt werden solle. Dagegen hat Hümmer nichts einzuwenden, weshalb dem Vorhaben jetzt einhellig zugestimmt wurde.
Am Kindergarten waren Fußbodenarbeiten und Malerarbeiten nötig. Kosten: rund 6600 Euro. "Die Arbeiten sind jetzt fertig. Der Bauausschuss hat mit der Entscheidung absolut richtig gehandelt", informierte Alfred Kolenda über die unaufschiebbaren Maßnahmen. Zwei gute Nachrichten hatte er noch: Der Haushalt sei vom Landratsamt genehmigt worden. Zudem habe man das Trinkwasser untersuchen lassen: "Alle Grenzwerte sind eingehalten."


Bücherschrank für die Stadt?

Im Namen der Frauenunion regte Doris Manz an, einen Bücherschrank aufzustellen. "Das ist eine sehr gute Idee", kommentierte Volker Matysiak (SPD). Doris Manz erklärte sich bereit, ein Angebot einzuholen, und bat die Stadt um Klärung mit der Eon, ob ein solcher Schrank neben dem Gebäude des Energieversorgers aufgestellt werden könnte.
Außerdem bat sie namens der Kirchengemeinde den Stadtbauhof um Schützenhilfe bei der Aufstellung eines Schaukastens. Dass der Bauhof Unterstützung leiste, sei selbstverständlich, so Bürgermeister-Stellvertreter Alfred Kolenda.