Kulmbach — Der FC Kupferberg hat am Sonntag hohen Besuch. Denn mit dem FC Creußen kommt kein Geringerer als der Spitzenreiter und Top-Favorit auf die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga Bayreuth/Kulmbach. Denkbar schlechte Chancen also für den Aufsteiger, endlich die Heimschwäche abzulegen.
Der Papierform nach leichter sollten es der TSV Stadtsteinach (5.) und VfR Katschenreuth (11.) haben, die den Letzten bzw. Vorletzten zu Gast haben.


Stadtsteinach - Altenplos
Der TSV Stadtsteinach könnte mit einem Sieg gegen das Schlusslicht SC Altenplos Plätze gutmachen, denn auf die Mannschaften im oberen Tabellendrittel warten keine leichten Aufgaben. Das 1:1 beim Tabellenführer Creußen war gut für Selbstvertrauen der "Stanicher". TSV-Spielertrainer Florian Schlegel stellt fest: "Wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und hatten Riesenchancen. Nach der Pause war Creußen aber besser. Dementsprechend geht auch das Remis in Ordnung." In der 87. Minute verwandelten die Creußener einen Elfmeter zum 2:1 (Schlegel: "Eine krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters"), doch in der Schlussminute schaffte der Aufsteiger noch den Ausgleich. Die große Gefahr am Sonntag ist natürlich, dass der TSV das sieglose Schlusslicht auf die leichte Schulter nimmt. Deshalb hebt Schlegel den Zeigefinger, weiß er doch, dass seine Mannschaft zu so etwas neigt. Bedauerlich, dass TSV-Kapitän Dominik Hellmuth erneut ausfallen wird. Er hatte es am Sonntag in Creußen probiert, musste aber dann ausgewechselt werden. Rei.


Katschenreuth - Donndorf/Eck.
Der VfR Katschenreuth empfängt am Sonntag den Tabellenvorletzten TSV Donndorf-Eckersdorf, der es bislang nur auf vier Punkte brachte. Eine vermeintlich leichte Aufgabe für die Zenk-Schützlinge, die zuletzt ein achtbares 0:0 beim Titelaspiranten TSV Bindlach erreichten. Für VfR-Coach Detlef Zenk ist ein Aufwärtstrend erkennbar: "Die Leistung war o.k., was uns fehlt, ist das Quäntchen Glück." Vermeintlich leichte Gegner gibt es für Zenk aber nicht: "Die Ausgeglichenheit der Liga spricht doch Bände." Am Sonntag stehen die Langzeitverletzten Fabian Heinel und Florian Stübinger weiterhin nicht zur Verfügung, dafür hat sich Philipp Knoll wieder gesund zurück gemeldet. Mit Pascal Kolb und Maximilian Kirsch sind aber die beiden Innenverteidiger in Urlaub. Hinzu kommt noch, dass Mark Dippold beruflich verhindert ist. Aber Jammern gilt nicht für Detlef Zenk: "Wir haben genug gute Spieler!" Rei.


FC Kupferberg - Creußen
Neuling FC Kupferberg hat einmal mehr auswärts überrascht. Das 1:0 bei der Reserve des Bezirksligisten BSC Saas Bayreuth war bereits der dritte Saisonsieg in der Fremde. Warum es ausgerechnet zu Hause noch nicht so rund läuft, das erklärt FC-Spielertrainer Michael Lerner: "Weil wir bei der Saas über 90 Minuten das gemacht haben, was wir können, aber das bislang zu Hause noch nicht geschafft haben." Das soll sich aber am Sonntag gegen den FC Creußen ändern, der punktgleich mit dem SV Mistelgau und TSV Engelmannsreuth an der Tabellenspitze liegt. Michael Lerner verlangt von seiner Mannschaft, dass sie endlich auch zu Hause die Leistung abruft, die in ihr steckt. Doch der FC-Coach weiß natürlich um die Qualitäten der Gäste: "Die Stärke von Creußen ist das Kollektiv. Die Mannschaft zählte für mich von Beginn an zu den Favoriten auf die Meisterschaft." Die Startschwierigkeiten, die das Team von Uwe Raster hatte, sind längst vorbei. Beim Gastgeber fallen Florian Holhut und Kevin Dresel weiter verletzt aus. Ansonsten hat Michael Lerner am Sonntag die Qual der Wahl. Rei.