von unserer Mitarbeiterin Johanna Blum

Etzelskirchen — Spannend wird diese Ausstellung von Petra Dürrbeck, der Künstlerin aus Etzelskirchen. Sie hatte schon vor längerer Zeit einige Freunde, die ihrer Meinung nach zusammenpassen, gefragt, ob sie sich eine gemeinsame Ausstellung bei ihr zu Hause, im Atelier und Garten unter dem Motto "petra-art" vorstellen könnten. Alle sechs sagten spontan zu, und nun öffnen sich am Wochenende 28. und 29. Juni die Pforten ihres Hauses.
"Jeder Künstler hat seinen eigenen Raum oder den Garten zum Präsentieren - und ich hab' das ganze Haus", meint Petra Dürrbeck schmunzelnd bei der Vorstellung. Es soll mit allen Sinnen genossen werden, denn neben Stoff-, Metall-, Holz- und Malkünstlern für das Auge ist auch eine "Geschmackskünstlerin" dabei. Silke Müller aus Höchstadt stellt die "etwas anderen Liköre" vor. "Ich habe viele Jahre für mich zu Hause experimentiert. Immer wieder rieten mir die Freunde, doch mein Hobby gewerblich zu nutzen", erklärt sie. Nun verkauft sie seit zwei Jahren ihre selbst kreierten Liköre übers Internet und auf Weihnachtsmärkten unter "Silkes Likörwelt" mit gutem Erfolg. "Ich erschaffe gerne etwas ausgefallene Liköre wie beispielsweise den mit der Aroniabeere", verrät sie.
Franz Lankes aus Hemhofen hat einen einzigartigen Blick dafür, wie man aus alltäglichen Gegenständen Kunst anfertigen kann. Er bietet eine gemischte Sammlung von Skulpturen aus Metall und Holz, die jeden Betrachter staunen lassen.

Filz und Leinen

Ulrike Nun aus Burghaslach fertigt das ganze Jahr über Hüte, Mützen und Taschen, im Winter aus Filz und im Sommer aus Leinen. "In mir ist eine Leidenschaft, die einfach raus will", erzählt sie strahlend. "Die habe ich ausgebaut und ihr Raum gegeben", fährt sie fort.
Die Tonfiguren von Friedel Neupauer passen bestens zu Petra Dürrbecks Bildern. "Ton wird lebendig in der Skulptur. Der Betrachter erkennt auf seine Weise. Innere Bilder werden lebendig, Unsichtbares sichtbar."
Tanja Scharold aus Sterpersdorf hat sich zur Edelsteinfasserin weitergebildet und zeigt ihre selbst designten Schmuckstücke.

Kunst aus Auspuffteilen

Harry Sperber, "der Mann für die großen Teile" , kommt aus Litzendorf. "Vor elf Jahren wollte mein damals kleiner Sohn, dass ich ihm eine Vogelscheuche für den Garten aus Metallteilen baue", berichtet der Künstler. Seitdem entstehen immer wieder meist große Kunstwerke. "Ich lege ein paar Auspuffteile auf den Boden, und plötzlich ist auch eine Idee da", verrät er.
Erst vergangene Woche überreichten die Russlandreisenden als Gastgeschenke Krasnogorsks Bürgermeister und dem Landrat je ein Bild der Gastgeberin Petra Dürrbeck. Die Künstlerin setzt ihre vielen Ideen in spielerischer Experimentierfreude um und visualisiert in ihrer eigenen Formsprache. Flächen aus Linien und Rost wechseln sich ab. Petra Dürrbeck präsentiert Malerei, die für sie ein Prozess, ein Suchen ist: gemalt, geritzt in Material, heraus gekratzt und frei geschaufelt - ein Überarbeiten, ein Experimentieren.