Johannisthal — "Hallo Nikolaus" - gerade ist Tom Sauer mit seinem weißen "Nikolaus on Tour"-Mobil bei der Tankstelle in Johannisthal vorgefahren, als er von einem Passanten begrüßt wird. Der Vorsitzende der "Humanitären Hilfe für Menschen in Not" ist - wie so oft in der Vorweihnachtszeit - auch an diesem Tag in Kindergärten, Schulen und Privathaushalten unterwegs, um mit seinen Geschichten Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Die Erlöse - Geld- wie auch Sachspenden - kommen dem gemeinnützigen Verein und somit den Bedürftigen zugute. Für seinen Zwischenstopp gibt es einen schönen Grund, darf der "Nikolaus" doch eine Spende von 1000 Euro entgegennehmen, mit der sein Verein vom Lions-Club Kronach Festung Rosenberg bedacht wird.
Die Verantwortlichen des Clubs waren auch heuer über die vollen drei Tage beim Martini-Markt in der Kühnlenzpassage vertreten. Und erneut kommen die Erlöse der Wunschlicht-Aktion und des weihnachtlichen Flohmarkts der Tom-Sauer-Hilfsaktion zugute. Das Konzept wurde sehr gut angenommen. "Kinder und Erwachsene hatten viel Freude daran, sich ihren sehnlichsten Wunsch vorzustellen und symbolisch dafür ein Wunschlicht anzuzünden. Es war oft rührend", freuten sich LC-Präsident Michael Rosenberger sowie der Schatzmeister des Lions-Hilfswerks, Peter Gottmann. Das gesellschaftliche und soziale Engagement des Lionsclubs findet insbesondere in der Region Kronach statt. So initiiert der Club eigene Projekte, bringt sich aber auch finanziell in die weltweiten humanitären Hilfen der internationalen Lions-Bewegung ein. Einen Schwerpunkt legt man auf Hilfe für Bedürftige vor allem im Landkreis Kronach. Daher baten die Lions-Freunde Tom Sauer, das Geld hier hilfreich einzusetzen.
Wie dieser zusicherte, werde das Geld für Familien in Not schwerpunktmäßig im Landkreis Kronach verwendet, wobei die "Humanitäre Hilfe" auch darüber hinaus in der Region Kulmbach, Lichtenfels und Coburg hilft. Laut Sauer steige die Anzahl von Menschen, die aufgrund verschiedener Ursachen in Notlagen gekommen sind, stetig an. Die "Hilfe zur Selbsthilfe" finde in vielfältiger Form statt. Menschen in schwierigen Lebenslagen gebe man die Möglichkeit, in Gesprächen mit Sauer und seinen Mitarbeitern ihre Lage zu schildern. Gemeinsam werde nach unkomplizierten Lösungen gesucht. Dabei arbeitet sein Verein mit verschiedenen karitativen Einrichtungen zusammen, ebenso mit Ämtern, Verbänden, Ärzten und Pfarrern. Rosenberger und Gottmann zeigen sich beeindruckt vom Hilfs- und Betreuungsangebot der "Humanitären Hilfe" und freuen sich, diese Arbeit unterstützen zu können. Ihrem Club gehe es nicht einfach nur darum, den Geldbeutel zu öffnen. Vielmehr initiiere man Veranstaltungen und Aktionen, um die Bevölkerung auf ihre Mitmenschen in Not aufmerksam zu machen und anderen zu helfen. Dazu zählte jüngst auch die Wunschbaum-Charity-Aktion auf dem Mitwitzer Weihnachtsmarkt. Für eine kleine Spende durfte jeder eine Kugel an den großen Weihnachtsbaum hängen und sich etwas wünschen. Zudem bot der Club selbstgebackene Plätzchen an. Der Erlös kommt wieder einem guten Zweck zugute. hs