Es war nahezu weihnachtlich im Amtszimmer von Bürgermeister German Hacker, es fehlten nur ein Weihnachtsbaum und die weihnachtliche Stimmung. Aber zwei Krippen der Krippenfreunde erinnerten schon mal an das kommende Weihnachtsfest. Doch die Krippenfreunde waren nicht wegen Weihnachten ins Rathaus gekommen.
Auf sie wartete Roland Stopfer, Geschäftsstellenleiter bei der Sparkasse Herzogenaurach, mit einem Scheck über 2000 Euro. Die Stadt stellte den Krippenf reunden am Welkenbacher Kirchweg ein Grundstück zur Verfügung, Spatenstich war am 25. Juli und noch in dieser Woche sollen die Container aufgestellt werden.
In den neun Containern, die das eigentliche Lager werden, war bisher übergangsweise ein Kindergarten untergebracht. Nach dem Auszug der Kinder waren die Container frei und die Stadt schenkte sie den Krippenf reunden. Vorsitzender Manfred Lukasch betonte, dass nach den Baumaßnahmen die inzwischen sechs Lager aufgelöst und die zahlreichen Krippen fachgerecht gelagert werden können. Die Transporte zur Weihnachtszeit zu und von den Ausstellungen seien immer sehr zeitraubend gewesen. Durch den Neubau könne alles zusammengefasst werden, was natürlich eine gewaltige Arbeitserleichterung sei.


Spaß in jedem Alter

Lukasch wies auch darauf hin, dass nicht nur Erwachsene an Krippen arbeiten, sondern auch Kinder und Jugendliche am jeweiligen Krippenbaukurs eigene Krippen herstellen. Die Krippenfreunde gehen auch in Kindertagesstätten und die Kinder besuchen jedes Jahr die Krypta. "Dieses Engagement unterstützen wir als Sparkasse natürlich sehr gern", erklärte Stopfer.
Die Krippenfreunde kümmern sich um die Krippe in der Kirche St. Magdalena und haben die Heiligen Drei Könige restauriert. Nach den Recherchen Manfred Lukaschs muss es schon weit vor 1678 in St. Magdalena eine Krippe gegeben haben, denn auf 1678 ist eine Rechnung über Krippenzubehör datiert.
1930 wurden weitere Krippenfiguren gekauft und ein Verein zur Betreuung der Krippe gegründet. Später übernahmen die Krippenfreunde die Betreuung und Pflege der Krippe in St. Magdalena, die während der Weihnachtszeit mehrmals umgebaut wird.
Die Baumaßnahme am Welkenbacher Kirchweg wird rund 30 000 Euro kosten und die Krippenfreunde möchten das Vorhaben ohne Darlehen stemmen, erklärte der Vorsitzende. Da kommen die 2000 Euro der Sparkasse gerade recht.
Bürgermeister Hacker kündete noch einen Zuschuss an, denn die Baukosten sind nach den Förderrichtlinien der Stadt Herzogenaurach zuwendungsfähig.