Kreis Haßberge/Haßfurt — Die steigenden Personalkosten im Landkreis Haßberge haben auch mit der Betreuung der Asylbewerber zu tun. Mehr Flüchtlinge erfordern einen höheren Betreuungsaufwand, der sich auch in Zahlen niederschlägt.
Der Kreistag Haßberge diskutierte in seiner gestrigen Sitzung im Landratsamt in Haßfurt über das Thema. Aber nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Kostenbelastung.
Ausdrücklich betonten mehrere Redner die Notwendigkeit, sich im Kreis um die Flüchtlinge zu kümmern. "Wir sind dankbar", sagte der Landrat Wilhelm Schneider (CSU), dass ehrenamtliche Helfer viel und gute Arbeit leisten. Er lobte ferner die hauptamtlichen Helfer, zum Beispiel in der Berufsschule in Haßfurt, die sich für die Asylbewerber engagieren. Hier werde "vorbildlich" gearbeitet.
Kreisrat Jürgen Hennemann (SPD), der Bürgermeister von Ebern, würdigte die ehrenamtlichen Helfer ebenso wie die Sozial- und Ausländerbehörde im Landratsamt, die eine "tolle Arbeit" leiste. Vor allem bei dem Bemühen, die Asylbewerber dezentral unterzubringen.
Kreisrat Kurt Sieber (FDP) aus Königsberg dankte für die zahlreichen örtlichen Initiativen und erinnerte an sein eigenes Schicksal. Als er 1946 als Vertriebener aus dem Sudetenland in das Gebiet des heutigen Landkreises gekommen sei, habe er sich über jedes Zeichen des Willkommenseins gefreut. ks