Haßfurt — Der Vorstand des SPD-Kreisverbandes Haßberge befasste sich noch einmal mit dem Thema "Kommunalwahlen". Die Sozialdemokraten zeigten sich, wie es in einer Mitteilung der Partei heißt, mit dem Erreichten sehr zufrieden, auch wenn der Sander Bernhard Ruß den Landratsposten knapp verfehlt hat.
"Es ist zwar ärgerlich, dass die SPD nicht mehr einen Stellvertreter des Landrats stellt. Aber davon geht die Welt auch nicht unter", richtete SPD-Kreisvorsitzender Wolfgang Brühl (Eltmann) bei der jüngsten Vorstandssitzung des SPD-Kreisverbandes den Blick nach vorne. Einen Seitenhieb konnte er sich nicht verkneifen: "Offenbar ist es der CSU nicht mehr wichtig, alle und vor allem die zweitstärkste Fraktion in die Arbeit für den Kreis mit einzubeziehen."
Aber auch ohne Landrat-Stellvertreterposten fiel das Fazit der SPD beim Rückblick auf die Kommunalwahlen äußerst positiv aus. "Sieben SPD-Bürgermeister gab es im Landkreis noch nie", stellte der Kreisvorsitzende erfreut fest. Zudem könne Bernhard Ruß mit seinem persönlichen Ergebnis bei der Landratswahl mehr als zufrieden sein. "Das war mehr als respektabel, auch wenn er am Ende Wilhelm Schneider knapp den Vortritt lassen musste", sagte Brühl.

Die Mischung macht's

Bei der Wahl zum Kreistag, so Wolfgang Brühl weiter, sei es der SPD gelungen, ihre Position zu behaupten, "obwohl sechs namhafte Kreisräte nicht mehr angetreten sind. Wir sind aber immer noch hervorragend aufgestellt und wollen für die Bürger gute Arbeit leisten", meinte er mit Blick auf die Mischung aus erfahrenen Kreisräten (Bernhard Ruß, Jürgen Hennemann) und kompetenten Neulingen (Paul Hümmer, Thomas Stadelmann sowie Ulrike Zettelmeier).
Ein Schwerpunkt der Arbeit in den kommenden Monaten wird dabei die Schulpolitik sein. Gerade in den Mittelschulen seien die Kosten für den Schülertransport durch die vielen Verbünde enorm gestiegen. "Das kann auf Dauer keine Lösung sein", sagte Brühl. red