JOsef Hofbauer

Mit gewohnt launigen Worten begrüßte Innungs-Obermeister Werner Oppel die "frei gewählten Repräsentanten des Volkes, Handwerkskollegen und Gäste", die dem Handwerk nahe stehen "im Zentrum der deutschen Wirtschaft" auf dem Schindler-Keller zum Vorglühen auf das Annafest.
Im größten Wohnzimmer hieß Oppel am "Schnupperbalken des Annafestes mit Blick auf das Riesenrad die Gäste zum schönsten Fest der Franken willkommen. Der Innungs-Obermeister nannte es eine schöne Tradition, dass sich kurz vor dem offiziellen Bieranstich des Oberbürgermeisters die Handwerksfamilie auf dem Schindler-Keller trifft und sich Gäste einlädt, die dem Handwerk freundschaftlich verbunden seien.
Zur Generalprobe des Annafestes vermisste Oppel den Oberbürgermeister der Stadt Forchheim, Uwe Kirschstein (SPD), der vermutlich einen Citymanager sucht. "Aber warum sucht er heute, wenn ich doch hier bin", fragte Oppel. "Annafest"-Bürgermeister Franz Streit (CSU) rückte zurecht, dass Uwe Kirschstein wegen einer Stadtratssitzung verhindert sei. Neben Landrat Hermann Ulm (CSU) zählten auch Sachgebietsleiter Andreas Rösch zu den Gästen.
Seine eigene Sicht der Dinge unterstrich Innungs-Obermeister Werner Oppel auch beim Thema Kunst. Mit Blick auf Ewald Maier, den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, bestätigte Oppel, dass die Banker stets eine soziale Ader hätten, nicht nur für's Handwerk, sondern auch für Künstler.


Kapital verliebt sich in Chaos

An der gespendeten Großskulptur hatte Oppel lediglich bei der Namensgebung etwas zu bemängeln. Mit einem Augenzwinkern entschied sich Oppel für den Titel: "Kapital verliebt in Chaos". Die Volksbank Forchheim war vertreten durch Vorstandsvorsitzenden Gregor Scheller sowie Joachim Hausner und Alexander Brehm. Das Geldinstitut mit dem längsten Namen, die Raiffeisenbank Gräfenberg-Forchheim vertrat Marktbereichsleiter Armin Datz.
Als Hoffnungsträger für einen gewissen Wohlstand im Alter begrüßte Oppel vom "Münchner Verein" Generalagent Klaus Münchenbach und Matthias Fischer. Die AOK repräsentierte Isolde Herrmann.
"Handwerk ist Kopfarbeit". Für dieses Gelingen sorgten die Bildungsspediteure der Berufsschule Bamberg, Ruth Bankmann sowie Von der Berufsschule Forchheim Elisabeth Bräunig. Die Agentur für Arbeit wurde vertreten von Markus Gügel und Robert Saffer.
Die Spitze des Handwerks wurde vertreten durch den Geschäftsführer der Handwerkskammer für Oberfranken, Rainer Beck und Peter Engelbrecht vom Vorstand der Handwerkskammer. Aus Bamberg waren Kreishandwerksmeister Manfred Amon und Geschäftsführer Siegfried Dibowski nach Forchheim gekommen. Nicht fehlen durften die Ehrenobermeister Klaus Gerwien, Bernd Kraußold und Otto Wohlhöfner sowie die Ehrenobermeisterin Erna Wiegärtner.
"Handwerk ist sexy", bekräftigte Oppel. Mit diesem Slogan hieß er die Frauen auf dem Forchheimer Annafest willkommen. Gemeinsam mit den Gästen stieß er an auf feuchtfröhliche Stunden auf dem Annafest.