Bamberg — Noch waren gestern nicht einmal die Stände abgenommen und die Sandkerwa offiziell eröffnet worden, doch schon waren die ersten Auswirkungen des Sicherheitskonzeptes spürbar.
Seit über sechzig Jahren wurde der Kerwasbaum an der Elisabethenkirche immer mit einem Festzug und von einem Dutzend Zimmerleuten feierlich während des Festbetriebes aufgestellt. Und zwar stattliche Kolosse von Bäumen; mit zwanzig Metern und höher.
Doch gab es schon vergangenes Jahr Bedenken wegen der Höhe und weil beim Aufstellen nicht der nötige Sicherheitsabstand zu den Zuschauern gewährleistet werden konnte. Daher wurde der Baum im vergangenen Jahr noch an Ort und Stelle und unter zahlreichen spöttischen Kommentaren von Kerwabesuchern auf rund zehn Meter halbiert.
Dieses Jahr hingegen wurde er gänzlich ohne Zuschauer noch vor der Eröffnung der Sandkerwa früh morgens fast schon heimlich aufgestellt. Und auch nicht wie sonst üblich mit Blasmusik und von den Zimmerleuten, sondern mittels eines Kranes.


Ansehnliche Höhe

Zugegeben schneller ging die Aktion mit dem Kran auch nicht, als mittels Muskelkraft. Aber, wie die Veranstalter betonen, war die Methode sicherer. Und der Baum hat mit 17 Metern im Gegensatz zu vergangenem Jahr wieder eine ansehnliche Höhe.
Heute Nachmittag wird im Rahmen der Schützenabholung der Festzug dennoch am bereits aufgestellten Baum Station machen und die restliche noch fehlende Dekoration angebracht.