Harsdorf — Die Kritik am Lärmschutz entlang der A70 bei Harsdorf nahm die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Anette Kramme (SPD) zum Anlass, sich an Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär (CSU) zu wenden. Insbesondere die Bereiche am Erlenweg und in Unterlohe sprach Kramme an und forderte eine Erweiterung des Lärmschutzes.
Bär hingegen sieht durch die Verwendung von Überschussmassen für Lärmschutzwälle eine wesentliche Verbesserung des Lärmschutzes für die Anwohner. "Für das Mischgebiet am Erlenweg in Harsdorf konnte die Situation so weit verbessert werden, dass die maximalen Beurteilungspegel mit 55,8 dB am Tag und 51,5 dB in der Nacht jetzt sogar unter den strengen Grenzwerten der Lärmvorsorge liegen. Auch im ebenfalls als Mischgebiet eingestuften Unterlohe konnten die Lärmbelastungen deutlich gesenkt werden. Mit Lärmpegeln von 58,4 dB am Tag und 54,2 dB in der Nacht werden hier die Lärmsanierungsgrenzwerte deutlich unterschritten", führt die Staatssekretärin in ihrer Antwort aus.
"Auch wenn Grenzwerte unterschritten werden, muss man die Lärmbelastung der Anwohner ernst nehmen. Meiner Meinung nach rechtfertigen die gemessenen Werte eine Erweiterung des Lärmschutzes, um die Lebensqualität der Anwohner auf Dauer sicherzustellen", so Kramme. Derzeit werde für den Bau einer Betriebsumfahrt an der Unterführung der St 2183 bei Harsdorf noch ein Plangenehmigungsverfahren durchgeführt, so Bär. In diesem Zusammenhang werde eine Erweiterung des Lärmschutzes von der Gemeinde Harsdorf gefordert. Zuständig für die Beurteilung der Forderung sei - so die Verkehrsstaatssekretärin - die Regierung von Oberfranken als Plangenehmigungsbehörde.
"Eine Einflussnahme des Bundes auf das Genehmigungsverfahren ist nicht möglich", so Bär abschließend. red