von unserer Mitarbeiterin 
Christiane Reuther

Oberaurach — Die Gemeinde Oberaurach schließt mit dem Landkreis Haßberge einen Kooperationsvertrag für "Betreutes Wohnen zu Hause" ab. Der Kooperationsvertrag im Rahmen des Projektes "Bürger helfen Bürgern" war neben der Rechnungsprüfung und einigen Bauanträgen Schwerpunkt der Gemeinderatsitzung am Donnerstagabend im Rathaus.
Betreutes Wohnen zu Hause ist eine neue Wohn- und Betreuungsform in der eigenen Häuslichkeit. Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) ging in kurzen Zügen auf das Projekt ein. Dem Gemeinderat wurden Inhalte des Vertrages durch die Koordinationskraft Tina Lenhart, die beim Landkreis Haßberge im Pflegestützpunkt angestellt ist, vor einiger Zeit ausführlich vorgestellt. Sechser sprach von einem wichtigen Projekt, bei dem die Gemeinde Oberaurach Vorreiterfunktion einnehme.

Ehrenamt plus Hauptberuf

Durch die Koordinationskraft wird die ehrenamtliche und professionelle Hilfe individuell zusammengestellt, um die Bürger der Gemeinde Oberaurach in ihrer eigenständigen Lebensführung zu Hause zu unterstützen, auch bei zunehmender Hilfs- und Pflegebedürftigkeit. Ziel sei es, durch die Kooperation des Pflegestützpunktes mit dem sozialen Bürgerdienst "Bürger helfen Bürgern" eine hohe Versorgungsqualität zu erreichen, erläuterte Sechser. In dem unbefristeten Vertrag werden Grund- und Wahlleistungen erbracht.
Der Gemeinderat hat das Ergebnis der Rechnungsprüfung für das Jahr 2011 zur Kenntnis genommen und die Jahresrechnung entlastet. Der Zweite Bürgermeister Hans Albert (CSU) nahm in seiner Funktion als Prüfungsvorsitzender auffällige Details der Rechnungen zum Anlass, um auf diese einzugehen. Unter anderem stieß der Verleih von Fahrzeugen des gemeindeeigenen Bauhof-Fuhrparks sauer auf. Die Privatnutzung war für Mitarbeiter des Bauhofes sowie Bedienstete der Verwaltung vorbehalten. Laut Albert nimmt die private Nutzung Auswüchse an. Nach ausführlicher Diskussion im Gremium schlug Bürgermeister Sechser vor, die Nutzung außerhalb der Dienstzeiten auf dreimal im Jahr einzugrenzen und durch die Bauamtsleitung zu überwachen. Diesem Ansinnen erteilte das Gremium mit neun zu sechs Stimmen grünes Licht.

Müllentsorgung regeln

Manfred Eichhorn (CSU) vom gleichnamigen Transport- und Entsorgungsunternehmen war an die Gemeindeverwaltung mit der Bitte getreten, den Müllabfuhrplan im Gemeindeteil Oberschleichach zu ändern. Durch die Bevölkerungszunahme in Oberaurach seien in den letzten Jahren Probleme mit den Arbeitszeiten der Rest- und Biomüllabfuhr entstanden. Mit elf bis zwölf Stunden für jede Sammeltour sei die Müllabfuhr vor allem in Sommermonaten für das Personal strapaziös.
Der Gemeinderat zeigte sich mit der vorgeschlagenen Änderung einverstanden. Diese sieht ab 1. Januar 2015 vor, dass der Gemeindeteil Oberschleichach aus der Mittwochstour herausgenommen und am Dienstagnachmittags abgefahren wird.
Thomas Karg (SPD/ABO) hat die Dachsanierung für das ehemalige Graserhaus in Tretzendorf angesprochen, in dem Räume für das Projekt "Bürger helfen Bürgern" angedacht sind. Eine Sanierung sollte laut Karg noch vor dem Winter erfolgen. Bei einem Ortstermin mit dem Bürgermeister soll über weitere Schritte entschieden werden.