17 Konfirmanden feierten in Lonnerstadt im 500. Jahr der lutherischen Reformation am Weißen Sonntag in der St.-Oswald-Kirche ihre Konfirmation. Traditionell wurde der Weg der Konfirmanden von deren Zuhause bis zur Kirche mit Buchs gestreut und der Einzug erfolgte mit einem gemeinsamen Zug auf "gestreutem Weg" in die Kirche. Der Posaunenchor begleitete dabei die festlich gekleideten Mädchen und Jungen.
Pfarrer Andreas Sauer unterrichtete, begleitete und festigte die jungen Menschen über den gesamten Zeitraum im Glauben. Für ihn war es die erste Konfirmation als Lonnerstadter Pfarrer. Bei der Predigt im Festgottesdienst erklärte er den Konfirmanden, dass ein wahrer Fan seinem Verein oder seinem Idol auch die Treue halte, wenn der Erfolg ausbleibe. "Wenn es im Leben Enttäuschungen gibt, werden wir als Fans unseres Glaubens niemals aufgeben und zu diesem stehen. Und manchmal braucht es unter Umständen Mut, sich zum eigenen Glauben zu bekennen", betonte Sauer. Mit dem Höhepunkt der erstmaligen Teilnahme am Heiligen Abendmahl, das an diesem Sonntag ausschließlich den Konfirmanden gereicht wurde, wurden sie vollwertige Mitglieder der Kirchengemeinde.
Von ihren Geldgeschenken haben die Konfirmanden mit ihren Eltern am Beichtgottesdienst 920 Euro der Kirche gespendet. Man entschied sich bereits im Vorfeld, mit diesem Geld der Kirche neue, rote Kirchenparamente zu kaufen.
Rot ist die Farbe des Feuers, der Liebe und Kraft Gottes und des Heiligen Geistes. Der Geist aber steht für Gemeinschaft des Heiligen Geistes und somit wird das rote Parament an Festen aufgehängt, an denen die feiernde Gemeinde im Zentrum steht, wie zum Beispiel an Pfingsten, zur Konfirmation, an Gottesdiensten zur Einführung eines Pfarrers oder des Kirchenvorstands und am Reformationsfest.
Bei der Konfirmandenandacht am Sonntagabend wurden die Konfirmationsurkunden mit dem Konfirmationsspruch sowie Kreuze übergeben. Um den Glauben zu bewahren und zu festigen, ermahnte der Pfarrer, die Urkunde und das Kreuz nicht in einem Schrank verschwinden zu lassen, sondern sichtbar an der Wand anzubringen und damit die Erinnerungen an diesen Tag und das Bekenntnis zum Glauben zu bewahren.
Beendet wurde die Konfirmationszeit am Montag mit einer Abschlussfahrt in einen Klettergarten. red