Ammerthal — Bei teilweise strömendem Regen meldete sich der VfL Frohnlach durch einen am Ende sicherlich insgesamt gesehen glücklichen 2:1-Sieg bei ihrem Gastspiel gegen die DJK Ammerthal nach zuvor neun sieglosen Spielen zurück.
"Wir sind optimal in dieses eminent wichtige Spiel gestartet, das frühe 1:0 war wichtig für unsere Psyche. Dass es am Ende noch einmal richtig eng wurde, lag an unserer schlechten Ausbeute bei den zahlreichen Kontern, die uns zum Schluss hin angeboten wurden", sagte ein glücklicher Gästetrainer Stefan Braungarth und fügte an: "Die DJK hatte sicherlich mehr Ballbesitz, aber bis auf einige gefährliche Standardsituationen ließen wir hinten wenig zu, auch wenn der Ausgleich am Ende mehrmals noch in der Luft lag."
Das Team von DJK-Coach Markus Mühling bot schlichtweg aber deutlich zu wenig, um die couragiert auftretenden Oberfranken ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.
In die Karten spielte dem VfL Frohnlach natürlich die frühe Führung, als nach einem Press-Schlag Özdemir von links ungehindert flanken konnte und im Zentrum Yannick Teuchert keine Mühe hatte, um zu vollstrecken. Weitere Torchancen blieben bis zum Seitenwechsel auf beiden Seiten eher Mangelware.
Profitiert haben die Gäste auch im zweiten Durchgang überwiegend durch zahlreiche Ballverluste der Ammerthaler, so wie in der 50. Minute, als Tevin Mc Cullough eine große Gelegenheit zum 0:2 vergab. In der 53. Minute dann die beste Gelegenheit für die Einheimischen, nachdem Patrick Stauber einen klugen Pass von Seidel aus kurzer Distanz drüber donnerte.
Nach überhartem Einsteigen sah Seidel in der 62. Minute knall Rot, was sich aber im weiteren Verlauf kaum bemerkbar machte, denn die DJK drängte nun vehement auf den Ausgleich. Entschieden schien die Partie in der 83. Minute, nachdem Tayfun Özdemir ein Überzahlspiel konsequent zum 0:2 abschloss. Vorausgegangen war wieder ein Ballverlust an der Mittellinie. Postwendend glückte der DJK nach einem Freistoß von De Biasi durch ein Eigentor der Anschluss, und es keimte nochmals Hoffnung auf. Der Ausgleich lag auch noch mehrmals in der Luft, doch fehlte Nico Becker (88./93.) bei zwei erstklassigen Torchancen die Kaltschnäuzigkeit, um den Ball aus jeweils kürzester Entfernung über die Linie zu drücken. Enttäuscht zeigte sich Ammerthals Coach Markus Mühling: "Für Frohnlach war unsere Spielweise leicht zu verteidigen. Uns ist es nicht gelungen, den Schalter umzulegen und Druck aufzubauen. Der Gegner konnte sich immer wieder durch unsere lasche Spielweise postieren."