Bernd Herbert Körnich starb 75-jährig. Am 7. Mai verlor er den Kampf gegen seine Krankheiten - nur drei Wochen nach dem Tod seiner Ehefrau.
Körnich war Sohn des damaligen Gaswerksdirektors in Kulmbach. Bernd wuchs wohlbehütet in der Dienstwohnung im alten Gaswerk in Kulmbach auf. Schon in der Volksschulzeit in den 1950er Jahren hatten es ihm die Bierflaschenetiketten angetan.
Der tägliche Schulweg zur Pestalozzischule führte an der etwas abseits gelegenen Reichelbräu vorbei, die den Schülern großzügig die begehrten Kordeletiketten schenkte. Der Grundstein für seine spätere Sammlung historischer Kulmbacher Bierflaschenetiketten, Bierfilze und Ansichtskarten war gelegt. Gerade Körnichs Bierflaschenetikettensammlung dürfte einmalig sein mit seltenen Exemplaren bis zurück in die 1880er Jahre.


Sportlich erfolgreich

Abitur machte Bernd Körnich am heutigen Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium. Während der Schulzeit war er Kunstradfahrer und wurde oberfränkischer Jugendmeister in dieser Disziplin.
Das Studium des Bauingenieurwesens führte Körnich an die Technische Hochschule Karlsruhe. Während des Studiums lernte er Irene Schweizer kennen, die er 1968 heiratete. Die Familie bekam drei Kinder.
Körnich arbeitete für das Regierungspräsidium Karlsruhe, wo er als Baudirektor für Straßenplanungen im Großraum Karlsruhe zuständig war. Nach 40 Jahren im Landesdienst ging er in Pension.


Besuche daheim

Zeitlebens blieb Bernd Körnich seiner Heimatstadt Kulmbach eng verbunden. Mehrmals im Jahr verbrachte er Kurzurlaube in einer Ferienwohnung im ehemaligen elterlichen Wohnhaus. Seine Verbundenheit zur oberfränkischen Heimat drückte er in den Jahren 1999 bis 2011 als Autor von neun heimatgeschichtlichen Büchern aus, die er im Eigenverlag zusammen mit seinem Sohn Heiko vertrieb. Körnichs Etikettensammlung und das Interesse an der Kulmbacher Brauereigeschichte waren auch der Auslöser für die erste Veröffentlichung. red