peter Schmieder

Der Königsberger Stadtrat hat keine Einwände gegen Änderungen an den Erweiterungsplänen der Fränkischen Rohrwerke. Das beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig.
In dem geplanten Neubau an der Straße nach Hellingen sollen Produktionsstätten, Verwaltung und Logistik untergebracht werden. Peter Schmitt von den Fränkischen Rohrwerken stellte die nachträglichen Änderungen vor, die sich im Laufe der Projektplanung ergeben haben. Eine der Änderungen bezieht sich auf die Fläche, auf der das Unternehmen nun neue Anlagen aufbaut. Da die Firma fest damit rechnet, schon in einigen Jahren eine erneute Erweiterung zu benötigen, fiel mittlerweile die Entscheidung, gleich eine zusätzliche, von der Straße aus hinter dem neuen Gebäude liegende Fläche zu erwerben. Diese Fläche soll mit der anderen zusammen erschlossen werden, um nur einmal den Aufwand zu haben.
Auch ein Weg, der um das Firmengelände herumführt, soll gleich von Anfang an um das komplette Areal angelegt werden, statt ihn nun nur um das neue Gebäude zu bauen und in einigen Jahren wieder zu verlegen. Auch ein Wasserspeicher, den Firmen auf ihrem Gelände stehen haben müssen, um im Brandfall schnell große Mengen an Löschwasser zur Verfügung zu haben, soll an einer anderen Stelle errichtet werden, als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte dieser gleich an der Straße aufgestellt werden, nun wird er weiter hinten auf dem Firmengelände stehen. Für die Firma hat das zwei Vorteile. Einerseits kann der Behälter somit nach einem späteren, weiteren Ausbau auch für die hinteren Gebäude mit verwendet werden. Andererseits hat es auch einen optischen Vorteil, wenn der Behälter nicht direkt an der Straße steht.
Schmitt zeigte ein Foto von einer rumänischen Firma, die einen solchen Wasserspeicher direkt an der Straße stehen hat und meinte: "Das hätte auch ein großer Fränkische-Schriftzug nicht schöner gemacht." Gerade beim Besuch von Kunden spiele ein äußerlich attraktives Firmengelände eine Rolle. Das neue Firmengelände soll außerdem zwölf Plätze bieten, auf denen Lastwagen stehen können, so dass es zu keiner Beeinträchtigung des Straßenverkehrs kommt.


Musikschule geplant

Daneben gab es einen weiteren wichtigen Punkt in der Sitzung. Der Stadtrat beschloss, einen Kooperationsvertrag mit der Musikschule Ebern abzuschließen. Der Hellinger Ortssprecher Markus Geuß stellte das Thema im Stadtrat vor. Was als private Musikschule von Christian Baum angefangen hatte, ist seit der Fusion mit der Musikschule Ebern nun Teil einer städtischen Einrichtung. Diese verlangt einen Auswärtigenzuschlag von 20 Prozent von Schülern, die nicht aus Ebern stammen. Nun gibt es allerdings die Möglichkeit zur Kooperation. Damit würde die Musikschule Ebern in Königsberg eine Außenstelle schaffen, in der der Königsberger Musikernachwuchs vor Ort unterrichtet werden könnte. Die Stadt beschloss bei einer Gegenstimme, dieses Projekt mitzufinanzieren. Die Kosten für den Musikunterricht werden in Jahreswochenstunden bezahlt. Das bedeutet, dass es einen festen Preis von 2200 Euro im Jahr gibt, für den einmal pro Woche eine Musikstunde angeboten wird. Der Beitrag der Stadt kommt auf insgesamt 1050 Euro.
Geuß meinte: "Königsberg hätte dann eine eigene Musikschule unter Federführung von Ebern. Das wäre auf jeden Fall ein Plus für Königsberg."
Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FW) betonte, wie wichtig die musikalische Frühförderung sei, auch für das Vereinsleben, Blaskapellen und Posaunenchöre. Wichtig sei auch, dafür zu sorgen, dass jedes Kind Zugang zu einem solchen Musikunterricht hat. Würde die Stadt keinen Beitrag leisten, fuhr der Bürgermeister fort, so gäbe es für Kinder aus finanziell schwächeren Familien, deren Eltern sich den Musikunterricht nicht leisten könnten, kaum die Möglichkeit mitzumachen.