Weilersbach — Jede Menge Uniformblau beherrschte das Bild im vollbesetzten Festzelt der Freiwilligen Feuerwehr Weilersbach. Der Grund dafür war die Kreisfeuerwehr- und Kommandantendienstversammlung im Landkreis Forchheim, die im Rahmen des 150-jährigen Vereinsjubiläums von der Weilersbacher Wehr ausgerichtet wurde.
Zahlreich waren sie gekommen, die Vertreter aus Politik, Behörden, Polizei und Hilfsorganisationen. Unter ihnen auch Weilersbachs Bürgermeister Gerhard Amon (CSU), MdB Andreas Schwarz (SPD) und MdL Michael Hofmann (CSU).
Landrat Hermann Ulm (CSU) hob die personellen Veränderungen hervor: die Verabschiedung von Kreisbrandrat (KBR) Reinhardt Polster und Kreisbrandinspektor (KBI) Georg Henkel.

Wechselbad der Gefühle

Als künftiger Kreisbrandrat konnte Kreisbrandmeister Oliver Flake vorgestellt werden, der am 17. Juni offiziell an die Spitze der Landkreisfeuerwehren rückt. Mit ihm wird sich auch die gesamte Feuerwehrführungsspitze, vor allem im Inspektorenbereich neu aufstellen.
Die Versammlung glich einem Wechselbad der Gefühle. Der immer wieder durchklingenden Sorge über die zu beobachtende demografische Entwicklung sowie der zunehmenden Bürokratie im Feuerwehrwesen, stand auch Erfreuliches gegenüber: Landrat Ulm berichtete über den erfolgreichen Weg bei der Umsetzung des neuen Entwicklungskonzeptes, der beispielsweise zur Errichtung und Inbetriebnahme des Atemschutz- und Katastrophenschutzzentrums in Ebermannstadt geführt habe. Ulm zeigte sich zuversichtlich, dass seitens des Landkreises die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Außerdem berichtete MdL Hofmann über die neuen Förderrichtlinien, die im Schnitt eine Erhöhung der Zuschüsse um rund 20 Prozent ausmachen. KBR Polster berichtete über das Feuerlöschwesen im Landkreis. Im Vergleich mit 2013 stieg die Zahl der Einsätze im Jahr 2014 um 22 auf 1285 an. "Insgesamt waren 8116 Feuerwehrfrauen und -männer 19453 Stunden im Einsatz für unsere Mitbürger" betonte der KBR.
Zügig voran geht nach Polster und Landrat Ulm die Umsetzung des Digitalfunks im Landkreis. So sind bereits die ersten Feuerwehrfahrzeuge mit dem Digitalfunk ausgerüstet. Ein erfreuliches Thema war die Jugendarbeit, die nicht nur vom KBR, sondern vor allem auch von Landrat Ulm mit lobenden Worten unterstrichen wurde. Den Versammlungsschluss bildete ein großer Ehrungsreigen. dia