Weißenohe — Der Stellvertreter des Generalkonservators des Landesamts für Denkmalpflege, Landeskonservator Bernd Vollmar aus München, besuchte auf Einladung von Eduard Nöth, dem Vorsitzenden des Fördervereins, das ehemalige Benediktinerkloster Weißenohe. Da sich das Projekt "Revitalisierung des Klosters zu einer Chor- und Regionalakademie" nach Einschätzung der Verantwortlichen auf der Zielgeraden befindet, gehe es nunmehr, so Eduard Nöth, um die Auslotung sämtlicher Fördermöglichkeiten. Nach erfolgreichen Gesprächen mit der Oberfrankenstiftung und der Regierung von Oberfranken, die mit der Gemeinde die Hauptlast des Umbaus tragen werden, läuft derzeit ein Förderantrag bei der Bayerischen Landesstiftung.
Thema des Besichtigungstermins mit den Vertretern des Landesamts für Denkmalpflege war das Ausloten einer Förderung durch den Bayerischen Entschädigungsfonds aus dem Wissenschaftsministerium.
Vollmar zeigte sich beeindruckt von der Bedeutung des Denkmals und der Erhaltungsstrategie des Fränkischen Sängerbundes, dieses historische Gebäude einer sinnvollen Nachnutzung zuzuführen. Nach der Begehung hielt er fest, dass eine Förderung aus dem Entschädigungsfonds "nicht unrealistisch" sei.
Bürgermeister Rudolf Braun (FW) und Baudirektor Günter Neuberger von der Regierung berichteten, dass nach den vertiefenden Untersuchungen des Klosterumfelds nun ein Architektenwettbewerb ausgelobt werde, der Aufschlüsse über die Umsetzung aller Überlegungen bringen soll. So ist vorgesehen, die geplanten 65 Übernachtungsmöglichkeiten aus dem Klostergebäude herauszunehmen und in einem anzubauenden Bettentrakt unterzubringen. Der angepeilte Zeitrahmen sieht vor, dass im kommenden Jahr mit dem Umbau des sog. Prälatenbaus in ein Seminar- und Schulungsgebäude begonnen wird. Im Jahr 2017 soll der Bettenanbau erfolgen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme sei, so der Geschäftsführer der Chorakademie gGmbH, Meier, für das Jahr 2018 geplant. red